Willkommen im Demonstrationsgästebuch 2
bisher 215834 Besucher


Eintragen


       Eingetragen am Dienstag, 01.02.2011 um 16:02 Uhr von urzeitkrebs
http://www.urzeit-krebse.com


       Eingetragen am Sonntag, 16.01.2011 um 22:15 Uhr von jhhjjh
Jan Borman Güstrower Altarretabel


Bei einem Schergen, einer auffälligen Rückenfigur der „Kreuztragung Christi“ links neben dem zentralen Kalvarienberg im Schrein des Güstrower Altarretabels, kann man auf dem Waffengehänge den Schriftzug JAN BORMAN entziffern. Stolz hat der Meister, dem der größte Teil der geschnitzten szenischen Darstellungen des Passionszyklus der sogenannten Sonntagsseite des Altarretabels zuzuschreiben ist, das Ergebnis seiner sicher monatelangen Arbeit mit seinem Namen gekennzeichnet. Dank weiterer Hinweise in Form von charakteristischen Beschaumarken, die uns nach Brüssel verweisen, ist damit die Herkunft des Retabels gesichert: Offensichtlich entstammt es der in der Residenzstadt der Burgundischen Herzöge beheimateten Werkstatt eines Bildschnitzers mit Namen Jan Borman.

Versucht man diesen Namen in den Quellen des späten fünfzehnten und frühen sechzehnten Jahrhundert aufzuspüren, so findet man drei Meister dieses Namens in der Stadt an der Zenne.Der Bildschnitzer und Steinmetz Jan I. Borman, zur Unterscheidung auch der Ältere genannt, verstarb im letzten Jahrzehnt des fünfzehnten Jahrhunderts. Er vererbte Namen und Profession an den gleichnamigen Sohn. Anscheinend führte dieser die Werkstatt seines Vaters mit mehreren Mitarbeitern sehr erfolgreich weiter, denn Jan II. Borman wurde aufgrund seiner bewunderten Kunstfertigkeit und dem Geschick, prestigeträchtige Aufträge u.a. für prachtvolle, reiche Retabel im Auftrag bedeutender kirchlicher Institutionen und Würdenträgern zu fertigen, auch der „beste meester beltsnyder“ genannt. 1479 erwarb Jan II das Bürgerrecht der Stadt Brüssel und trat der Gilde der Steenbickeleren – also der dortigen Steinmetzzunft, in der auch Bildschnitzer und Mauer organisiert waren, bei. Sein hohes Ansehen spiegelt sich in seiner 1489 erfolgten Wahl zum Geschworenen der Gilde. Um diese Zeit entstand auch sein Hauptwerk, das St. Georgsaltarretabel, das sich heute im Museum voor Kunst en Geschiedenis in Brüssel befindet.Vergleicht man dieses Werk mit dem Güstrower Retabel so zeigen sich wichtige Gemeinsamkeiten, die deutlich auf die Werkstatttradition der Borman- Familie hinweisen. Doch in den Details finden sich so vielen Unterschiede, dass man Jan II als Autor der Passionsfolge ausschließen kann. Vielmehr ist davon auszugehen das ein jüngeres Familienmitglied mit dem Namen Jan Borman (zur Unterscheidung von seinen Verwandten Jan III. oder d. J. genannt) als ausführender Meister der geschnitzten Bildszenen anzusehen ist. In welchem genauen verwandtschaftlichen Verhältnis er zu Jan II und dessen Sohn, dem ebenfalls angesehenen Pasquier Borman steht, ist aufgrund der ungünstigen Überlieferung schriftlicher Quellen nicht mehr zu bestimmen, einzig seine Mitgliedschaft in der Brüsseler Bildschnitzergilde ist für das Jahr 1499 bezeugt. Seine Vertrautheit mit Bildmustern und Motiven des Älteren lässt zumindest seine Schulung durch Jan II vermuten. Dennoch zeigen sich in seinen Arbeiten neue künstlerische Einflüsse, die auf die Malerei der sogenannten Romanisten, einer Gruppe von flämischen Malern, die sich von Werken der italienischen Renaissance inspirieren ließen, verweisen. Besonders augenfällig sind die modischen Details der Figurengewandung – besonders die fantasievoll- orientalisch gewandete Soldateska aber auch der frommen Frauen sind hier zu nennen. Zudem legte der jüngere Meister Wert auf eine szenisch- erzählerische Vermittlung des Passionsgeschehens, das durch viele realistische Details – etwa den kleinen Hund des Pilatus – zusätzlich verlebendigt wird. Den Idealen der Renaissancekunst inhaltlich näher sind die eleganten Proportionen, die kühnen – oft verschränkten – Haltungen seiner muskulösen Figuren und der flüssige, rhythmische Bildaufbau, der den einzelnen Protagonisten Freiraum gewährt.Doch auch Jan III war bei einem großen Auftrag wie dem Güstrower Retabel nicht allein am Werk. Von den dreizehn geschnitzten Reliefs des Güstrower Retabels kann man, ausgehend von der von ihm signierten „Kreuztragung“, ihm hauptsächlich die Szenen im Schrein zuschrieben. Daneben arbeiteten mindestens zwei Bildschnitzer an dem umfangreichen Bildzyklus mit. Davon ist jener, der die ersten vier Passionsereignisse schilderte und wahrscheinlich auch die Apostelfolge in der Predella schuf, noch am stärksten der Manier des Jan II verpflichtet. Der Autor der Bildnischen im rechten Flügel zeichnet sich demgegenüber dadurch aus, verschiedene Begebenheiten simultan zur Anschauung zu bringen, seine eher stämmigen Figuren und die wie plissiert wirkenden Faltengestaltungen lassen eindeutig eine eigenen künstlerische Handschrift erkennen. Leider haben sich keine weiteren Nachrichten über Jan Borman III erhalten und auch die Zuschreibung weiterer Werke dieses bedeutenden Brüsseler Bildschnitzers ist noch umstritten /ungeklärt.

Zur Geschichte und Restaurierung des Altars

Im Jahre 1522 wurde der Altar in der Pfarrkirche zu Güstrow aufgestellt. Es ist eines der größten und prächtigsten Bildschnitzwerke aus der Brüsseler Werkstatt des Jan Borman. Es handelt sich um einen Wandelaltar. In geöffnetem Zustand bietet sich dem Betrachter eine gewaltige Retabelwand mit 13 sehr anschaulichen Darstellungen der Passion Christi. Darunter befindet sich die Predella mit der Darstellung von Christus und 12 Aposteln. Die gesamten Schnitzereien wurden in Eichenholz geschaffen.

Hinter den Seitenflügeln befinden sich sechs große Bildtafeln, die bisher Bernaert van Orley zugeschrieben wurden. In der ersten Wandlung werden auf der linken Seite Szenen aus dem Leben der Maria dargestellt. Auf der rechten Seite wird das Martyrium der Katharina von Alexandrien gezeigt. In der zweiten Wandlung sind die Apostel Petrus und Paulus zu sehen.

Der Altar ist eines der wenigen Beispiele niederländischer Holzschnitzkunst, das den Namen des ausführenden Künstlers trägt. In der Kreuztragungsszene sieht man auf dem Schwert des rechten Kriegsknechtes die großen Buchstaben "JAN BORMAN". 1865 wurde durch einen Berliner Architekten eine Bestandsaufnahme des Altars mit Hilfe von 16 Zeichnungen vorgenommen. Im Jahre 1880 erfolgte eine umfangreiche Restaurierung am gesamten Altar. Dabei wurden die neogotische Umrahmung, der Kamm nach originaler Vorlage und die Stützen an den Flügeln neu geschaffen. Die Fassung an den Bildschnitzwerken ist hauptsächlich in den Bereichen der Inkarnate übermalt worden. Zur gleichen Zeit wurden die Maltafeln in der Münchner Pinakothek restauriert. Während des zweiten Weltkrieges war der Altar in einem Güstrower Gymnasium eingelagert. Wie aus einem Bericht hervorgeht, zeigten sich bei der Wiederaufstellung 1946 an der Fassung und auch am Trägermaterial deutliche Schäden. Besonders der linke Flügel hatte unter den Feuchtigkeitseinwirkungen während der Auslagerung stark gelitten. Die 1951 durch -geführten Instandsetzungsarbeiten hatten den Altar wieder in einen verwendungsfähigen Zustand versetzt. Jedoch konnte zwischen den verschiedenen Bereichen kein ausgewogener Gesamteindruck geschaffen werden. Die Fassung des linken Flügels ist bei diesen Maßnahmen fast vollständig überarbeitet worden und zeigt heute noch wegen der verwendeten Goldbronze stark oxidierte Bereiche . Bei einer Begutachtung des Altars 1991 wurden starke Schäden in der Fassung festgestellt. Außerdem war die Oberfläche am gesamten Altar so verschmutzt, dass die qualitätsvolle Fassung nicht mehr erkennbar war. Bei einer früheren Bearbeitung waren große Bereiche des Goldes, besonders in der Predella, mit einem roten Lack übersprüht worden. Der Zustand und das Erscheinungsbild des Altars waren 1992 Anlass für den Beginn umfangreicher Konservierungs -und Restaurierungsmaßnahmen. Diese wurden im Bereich der Predella teilweise begonnen und konnten nach 10 Jahren am Mittelschrein zu einem Abschluss gebracht werden. An den beiden geöffneten Flügeln, dem Kamm und der Predella werden die Arbeiten weitergeführt. Dadurch verändert sich der Zustand des Altars in kleinen, aber sichtbaren Schritten stetig. Unter anderem konnten im Jahre 2009 die ersten Voruntersuchungen an den Figuren der Predella vorgenommen werden. Damit wurde die Voraussetzung für die weitere Bearbeitung der Predella geschaffen. Im Jahre 2010 werden umfangreiche Untersuchungen an den 6 Maltafeln stattfinden, die Fragen der Zuschreibung klären sollen und gleichzeitig die Voraussetzung für die Restaurierung sein werden. Es werden noch einige Jahre vergehen, bevor der gesamte Altar wieder in seinem weitestgehend ursprünglichen Erscheinungsbild den vielen Besuchern der Pfarrkirche gezeigt werden kann.


An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt:


       Eingetragen am Mittwoch, 12.01.2011 um 08:40 Uhr von Stefan
Nettes Tool für die Webseite. Vielen Dank! und hier noch ein Tipp: Bannertausch http://www.bannertausch.ws


       Eingetragen am Sonntag, 02.01.2011 um 16:41 Uhr von ANZEIGENMARKT
superseite !
weiter so !

über einen gegenbesuch auf unserem

GRATIS ANZEIGENMARKT

würden wir uns sehr freuen !

wer kostenlos, gratis, umsonst, inserate - anzeigen, lesen oder aufgeben möchte,
( kleinanzeigen ),
aus allen bereichen, auch ero, ist bei uns richtig !



    Eingetragen am Donnerstag, 30.12.2010 um 12:43 Uhr von test
(..)
0 ____ 0
\ / __ \ /
--/ (__) \--
=\ /=
-|--|-
| |##| |
\ ## /
##



       Eingetragen am Freitag, 17.12.2010 um 16:40 Uhr von Peter
Hallo


An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt:


       Eingetragen am Donnerstag, 09.12.2010 um 14:40 Uhr von Hackstock
hallo


    Eingetragen am Dienstag, 30.11.2010 um 11:53 Uhr von annette frier
dfsfddf


    Eingetragen am Sonntag, 28.11.2010 um 19:32 Uhr von H.P.Schweimer
Verkaufe Hundesportanhänger.


An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt:


       Eingetragen am Donnerstag, 25.11.2010 um 22:49 Uhr von feriengeier
Na immer noch nach der Suche nach ein Weihnachtsgeschenk?Verschenkt doch einen Urlaub an der Ostsee unter http://www.ostseeschatz.de findet Ihr jede Menge Unterkünfte.


[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102]

Einträge 141 bis 150 von 1018



Eintragen