Gästebuch / Guestbook
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Samstag, 08.09.2007 um 13:10 Uhr

Lieber Burkard,

ich wünsche Dir und Deinen Gästen ein schönes Fest. Leider kann ich heute nicht mit Euch sein, weil ich mit einer Erkältung das Bett hüten muss.
Ich werde mich in den nächsten Tagen bei Dir melde.

Friedhelm Keuken



Freitag, 07.09.2007 um 22:18 Uhr


Lieber Professor Sievers,

vielen Dank, für ungewöhnliche Uni-Wege und Erkenntnismethoden, für einen Möglichkeitsraum mit Platz für Freude an wertfreier Kommunikation, Neugier und Gefühle. Und für die behutsame Begleitung als Mensch, Mentor und Lehrer bei einem schweren Diplomthema. Und damit Sie sehen, dass vielleicht etwas bleibt in der Uni Wuppertal, anbei der Bericht von meinem neuerlichen Besuch im Elfenbeinturm, den ich Ihnen hiermit widmen möchte.

Mit herzlichen guten Wünschen für Ihren neuen Lebensabschnitt.

Ihre Heike Wingsch

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Besuch im Elfenbeinturm.

Ganz oben unter dem Flachdach sitze ich nun, an einem schlichten Lesepult, drum herum ein paar Studenten. Semesterferien, Prüfungsvorbereitungszeit. Die Klimaanlage rauscht, es wispert leise, Laptoptasten klappern. Hier wird gedacht! – Die Bibliothek, ein heiliger Ort, fünf Jahre später.

Ich schaue auf Wuppertal, die Schöne, die Grüne, die Funkelnde, die Lebendige, meine geliebte Stadt, in der ich zehn Jahre lang gelebt, gearbeitet und studiert habe. Oft habe ich hier so gesessen und geschaut von oben, gedacht, geträumt, gewundert, bedauert und genossen, dass ich den Luxus einer Spätstudierenden besaß.

Von hier aus blicke ich auf meine Welt. Übersichtlich, überschaubar heute. Hinter den vielen grünen Hügeln da hinten, rings um das wohlbekannte Tal lockt mich ein fremdes, fernes, unsichtbares Land, das nur von dem erkundet werden kann, der diesen Turm verlässt und dann die Stadt und auch die Hügel überwindet.

Zum Glück habe ich damals hier auf dem Uniberg Kompass und Fernglas erhalten, Kartographieren hab’ ich hier auch gelernt. Für meine Entdeckungsreise bin ich also gut gerüstet.
Zurzeit wandere ich – aus Sicherheitsgründen – meist im Dunkeln und allein. Nach besonders hellen Tagen allerdings neige ich zu Nachtblindheit und finde meinen Weg nicht mehr.

Deshalb bin ich die vielen Stufen heute noch einmal heraufgestiegen, um von hier aus in die Ferne zu schauen, meinen bisherigen Weg bei Tageslicht zu besehen, den Kompass neu zu eichen und mich zu fragen: Woher…? Wohin…? Warum…? Wozu… und wie…? Es ist still hier drin, hinter dem Fenster fliegen graue Wolken über Stadt und Hügel.

Ein Handy brummt, Mittagszeit! Ich geh’ die Treppe wieder runter.




Donnerstag, 06.09.2007 um 13:13 Uhr

Lieber Professor Sievers,

wir hatten nur wenige Berührungspunkte. Aber hinsichtlich eines Projekts, das wir mit anderen eine Teilstrecke entlang gemeinsam bestritten hatten, möchte ich den Hut ziehen vor Ihnen.

Sie bleiben mir im Rückblick als "Externer" in Erinnerung, der sich unbeirrbar aufmachte und erstaunlich aufrecht geblieben ist beim Beschreiten eines mitunter holprigen Wegeverlaufs, dessen absehbares Ende sich beim Gehen dann leider immer wieder entfernte...
Schade, dass ich zum Feiern nicht kommen konnte, ich hätte Sie gerne im Kreise der Menschen erlebt, die weitere wertvolle Seiten an Ihnen an diesem Tag in den Mittelpunkt stellen werden.

Ihnen wünsche ich für Ihren kommenden Lebensabschnitt von Herzen alles erdenklich Gute

Friederike Bauer

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Transcending

Escher got it right.
Men step down and yet rise up,
the hand is drawn by the hand it draws,
and a woman is poised
on her very own shoulders.

Without you and me this universe is simple,
run with the regularity of a prison.
Galaxies spin along stipulated arcs,
stars collapse at the specified hour,
crows u-turn south and monkeys rut on schedule.

But we, whom the cosmos shaped for a billion years
to fit this place, we know it failed.
For we can reshape,
reach an arm through the bars
and, Escher-like, pull ourselves out.

And while whales feeding on mackerel
are confined forever in the sea,
we climb the waves,
look down from the clouds.

From Look Down from Clouds (Marvin Levine, 1997)



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Dienstag, 04.09.2007 um 11:32 Uhr

Lieber Herr Sievers,

ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zur Ihrer "Emeritierung"
/Ihrem "Ruhestand" - wiewohl ich mir ziemlich sicher bin, dass Sie sich weder zur Ruhe begeben, noch Stehen bleiben werden.

Jedenfalls wünsche ich Ihnen von Herzen einen guten Übergang in die neue Phase Ihres Lebens und ganz viel Gesundheit, Glück und interessante Menschen um Sie herum, damit Sie auch die kommenden Jahre in Kreativität, Freiheit und größtmöglicher Unabhängigkeit verbringen können.

Ich freue mich sehr, Sie nach längerer Zeit einmal wieder zu treffen und gemeinsam mit Ihnen und Ihren Freunden/Bekannten einen Teil dieses Abschieds und Anfangs feiern zu können.

Danke für die Einladung und insbesondere dafür, dass Sie mich in meiner beruflichen Entwicklung, die ja immer auch einen wichtigen Teil Identitätsentwicklung bedeutet, in unterschiedlichen Phasen wohlwollend-kritisch begleitet haben.

Sie waren präsent, auch wenn wir nicht im direkten Kontakt waren und gehören für mich zu den Personen, die mich ermutigt haben, einen Satz von Paul Claudel zum Motto meiner freiberuflichen Arbeit zu wählen:

"Nichts kann den Menschen mehr stärken, als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt."

In diesem Sinne,lieber Herr Sievers, wünsche ich Ihnen alles Liebe und Gute, ein schön-bewegtes Fest und freue mich schon jetzt auf weitere Begegnungen und Gespräche

Ihre

Birgit Kremmers




Dienstag, 04.09.2007 um 10:38 Uhr

Lieber Herr Sievers,

Herr Ahlers-Niemann hatte mir vorgeschlagen, doch eine Anekdote aus meinem "Buch" hier einzutragen. Ich hatte eigentlich die "Wand-Anekdote" ausgewählt, aber seit heute gibt es ja einen wirklich neuen Eintrag, nämlich den, dass Sie doch offiziell aufgefordert werden, Ihr Büro bitte verschlossen zu halten! Wie Sie daran sehen können, sind Sie doch durchaus hier noch anwesend!
Monika Haseloff



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