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Gerhard Hartung

Eingetragen am Dienstag, 06.05.2008 um 13:22 Uhr  

Eine Planung von 140 Zügen pro Tag heißt, dass im Schnitt alle 10 Minuten ein Zug das Gleis befährt. Zurzeit wird zwar noch von einer vollständigen Elektrifizierung gesprochen, aber wie schon heute bei elektrischen Strecken, wird auch die Neubaustrecke von einem nicht unerheblichen Anteil an Dieselloks befahren werden.
Zurzeit gelten bei Euro IV LKW ein Partikelgrenzwert von 0,02g/kWh. Für Dieselloks gilt der 10fache Wert: 0,2g/kWh. Wie sollen die Anwohner vor dieser zusätzlichen extremen Gesundheitsgefahr geschützt werden?
Denn die Belastung durch Dieselloks kommt ja zu der Belastung durch den Autoverkehr!
Im Kfz-Bereich werden große Anstrengungen unternommen die Belastung zu reduzieren. Außerhalb des Straßenverkehrs sind solche Anstrengungen nicht vorhanden. Die Feinstaubbelastung der Anwohner wird deutlich steigen und da es sich nicht um ein Ballungsgebiet handelt werden wohl kaum Messstationen errichtet werden!

Ein weiter Punkt ist die Lärmbelastung: Auch wenn bisher gesagt wird, das dem Lärmschutz eine hohe Priorität eingeräumt werden soll, wären hier konkrete Angaben hilfreich! Ab wann wird Lärmschutz eingerichtet?
Ab einer Wohnbebauung zwischen 1000-2000m vom Gleis? Oder 0-1000m? Wie dicht muss die Besiedlung sein?
Ein einzelnes Wohnhaus in 800m Entfernung wird wohl kaum eine Lärmschutzwand bekommen! (Auch wenn es wünschenswert wäre). Es gibt genügend Untersuchungen die die erheblichen Gesundheitsgefahren durch eine gestörte Nachtruhe belegen! In welchem Rahmen können wir also Lärmschutzmassnahmen erwarten?

Haben unsere Lokalpolitiker, welche das Neubaugebiet Robend in der Nähe des Viersener Bahnhofs so loben, den Anwohner auch schon gesagt, das demnächst im 10 Minutentakt schwere Güterzüge an ihrer Haustür vorbeidonnern? Oder haben die Politiker diese „Kleinigkeit“ vergessen?


Ingo Bormann

Eingetragen am Freitag, 18.04.2008 um 14:30 Uhr  

Grundsätzlich sollte bei allen Diskussionen gelten, dass ausschließlich Sachargumente zur Entscheidungsfindung dienen sollten und nicht Polemik oder Ausblenden von Tatsachen. Dies vor allen Dingen vor dem Hintergrund, Bürgerinnen und Bürger vor vermeidbarem Schaden zu bewahren. Daher kann ich der Beschlussfassung des Landtages nicht folgen. Fakt ist doch, dass ein "Eiserner Rhein" wiederbelebt werden soll. Fakt ist auch, dass es einen bestehenden "Eisernen Rhein" gibt. Fakt ist ebenso, dass die Masse der bestehenden Strecke nach wie vor in betriebsbereitem Zustand ist. Fakt ist weiterhin, dass es zwar einer finanziellen Investition bedarf, um die bestehende Strecke an die künftigen Erfordernisse anzupassen, diese aber doch deutlich unterhalb der Aufwendungen liegen, die ein Neubau erfordert. Unweltschutzgründe dürften bei den angestellten Überlegungen keine Rolle spielen, denn worin liegt der Unterschied zwischen einer Wiederbelebung der historischen Trasse und der geplanten entlang der A52? Dies wird in dem vorliegenden Gutachten nicht berücksichtigt.
Schließlich: warum kann den Anwohnern entlang der bestehenden aktiven Bahnlinie kein weiterer Zugverkehr zugemutet werden? Bürgerinnen und Bürger der geplanten A52-Variante war sehr wohl der Ausbau der A52 bekannt, nicht aber eine Neubaustrecke der Eisenbahn! Zudem wird die historische Trasse bereits jetzt durch die SIEMENS AG genutzt, die ihre Züge in Wildenrath testet und von einem Ausbau der Strecke ebenfalls Nutzen ziehen könnte.
Dies sind nur ein paar "nicht erschlagbare" Fakten, die nicht berücksichtigt werden und damit der Verdacht genährt wird, dass einem Lobbyismus gefolgt wird, der die Befindlichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner entlang der geplanten Trasse A52 völlig außer Acht lässt. Dies ist Politik am Bürger vorbei.
Die mehr als fragwürdigen Begründungen, warum ein Bau entlang der A40 gar keine Berücksichtigung mehr finden sollen, sollten uns Bürgern doch einmal in verständlicher, d.h. nachvollziehbarer Form dargelegt werden.
Ich bitte daher eindringlich um Beantwortung der Frage, weshalb die von mir genannten eindeutigen Fakten keinerlei Berücksichtigung in den Planungen zum "Eisernen Rhein" gefunden haben. Dieser Aufgabe sollten Sie sich als verantwortlicher Minister auch lückenlos stellen. Eine Darstellung wie im Januar in Mönchengladbach-Hardt Ihrerseits ist nicht hilfreich und erfüllt den Anspruch an verantwortungsvolles Handeln nicht.

Mit freundlichem Gruß

Ingo Bormann
Cahn-Weg 11
41366 Schwalmtal

Christoph Ullrich

Eingetragen am Mittwoch, 02.04.2008 um 12:37 Uhr  

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist für viele Anwohner im Bereich der geplanten Trasse entlang der A52 nicht nachvollziehbar, dass die zum größten Teil bereits bestehende Trasse über Wegberg - Rheindahlen nicht mehr in Erwägung gezogen wird. Die Kostenplanung für die A52 Variante im vorliegenden Gutachen ist schlichtweg falsch. Es werden sich deutlich höhere Kosten ergeben. Weiterhin kann es doch nicht sein, dass Herr Minister Wittke die historische Trasse über Wegberg mit der Begründung ablehnt, die Bebauung sei zu nah an die Gleise herangerückt. Wenn doch ein Bauherr in der Nähe von Eisenbahngleisen baut, muss er auch damit rechnen, dass es Eisenbahnverkehr geben wird. U.U. haben die Bauherren in diesem Zusammenhang sogar Kaufpreisminderungen erzielen können. Auf jeden Fall wäre die Wiederbelebung dieser Strecke nachvollziehbar und besser, als entlang der A52 Häuser abzureißen und teure Entschädigungen auf Kosten des Steuerzahlers zu erbringen. Die Anwohner sind mit dem Lärm der Autobahn bereits belastet. Ganz abgesehen von den zerstörten Existenzen junger Familien, die gerade in Schwalmtal, Niederkrüchten, MG-Hardt usw. Eigenheime finanziert haben und durch den Bau des Eisernen Rheins mit erheblichen Wertverlusten der Immobilien und höheren Belastungen in den laufenden Finanzierungen, aufgrund neuer Bewertungen der Kreditinstitute , rechnen müssen.


Seltmann

Eingetragen am Sonntag, 09.03.2008 um 17:06 Uhr  

Guten Tag Hr.Wittke,
hiermit möchte ich Sie mal auf Ihre Pflicht aufmerksam machen. Diese besteht u.A. darin, alle betroffenen Bürger umfassend zu informieren, nachdem Sie sich ebenfalls bis ins letzte Detail informiert haben. Sie sind für die Bürger da, nicht etwa umgekehrt. Für Sie ist dies eine Bringschuld, keine Holschuld unsererseits !Sie sollten einmal daran denken, was diese enorme Geräuschbelästigung für die Anwohner bedeutet ! Die Grundstücke und Anwesen verlieren enorme Werte, womit an einen Verkauf nicht mehr zu denken ist.
Version 1 : Sie sorgen für eine Entschädigung der Anwohner mit einem Abstand von 1500 Meter oder geringer, in Verbindung mit umfassenden Lärmschutzwällen, oder
Version 2 : Die Trasse wird komplett im Tunnel geführt.
Gruß, Uwe Seltmann



Peter Dormanns

Eingetragen am Dienstag, 04.03.2008 um 14:13 Uhr  

Infoveranstaltung Mönchengladbach-Hardt vom 25.01.2008:
Ich beziehe auf obige Veranstaltung. In dieser zeigte sich der Herr Minister sehr unwirsch, als es darum ging, das die Güterzugstrecke nicht durch das Gewerbegebiet Hardt führen soll. ("...wenn wir jetzt darüber diskutieren, ob in Deutschland ein Zug durch ein Gewerbegebiet fährt...")Nach lautstarkem Protest der Anwohner in Hardt wurde im klargemacht, daß es sich NICHT um ein reines Gewerbegebiet, sondern um Mischgebiet handelt, bei dem Wohnhäuser bis direkt an die geplante Trasse heranführen. Der Herr Minister zeigte sich irritiert und wollte dies klären.
Als Betroffener der Nikolausstraße in Hardt, die direkt an der Trasse liegt, wüßte ich gerne, ob er sich mittlerweile dazu geäußert hat.

Kommentar von Nein A52 Eiserner Rhein e.V.:
Bisher hat sich der Minister dazu noch nicht geäußert. Sobald eine Antwort vorliegt wird sie natürlich hier eingestellt.

Hermann Böken

Eingetragen am Freitag, 29.02.2008 um 14:25 Uhr  

Im Gutachten zum Eisernen Rhein entlang der A 52 wird auf Seite 52 von einer theoretischen Variante gesprochen, die südlich von Oberkrüchten und Niederkrüchten verlaufen würde. Sie wird nicht weiter verfolgt, weil angeblich die örtlichen Gegebenheiten dagegen sprechen. Das ist falsch. Sowohl die Störung der Natur als auch die Überwindung des Höhen¬unterschiedes zwischen dem Tal an der Schwalm und dem Raderberg bzw. dem Berg an der
Lüttelforster Mühle sind gleichermaßen. Der Unterschied ist allerdings der, dass mindestens 700 Häuser in Elmpt und Niedekrüchten weniger betroffen wären. Warum wird diese Variante also nicht weiter verfolgt? Da sie nur textlich dargestellt ist, wären wir für eine zeichnerische Darstellung dankbar, die Ihnen oder den Gutachtern doch sicher vorliegt.


Ralf Otto

Eingetragen am Mittwoch, 27.02.2008 um 11:07 Uhr  

Hallo Herr Minister,
wie hoch wird díe Trasse in der Ortslage von Niederkrüchten liegen ?




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