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Hallo,
Ich habe wie versprochen einige Texte auf Deiner Seite gelesen. Als literarisch interessierter Mensch mag ich Deine Affinität zum Schreiben, auch wenn ich in der Poesie nicht so Hause bin. Die Prosa-Geschichten sind ja ohne Zweifel schon sehr autobiographisch und geben recht tiefe Einblicke in Deine Seele. Als Atheist und Nicht-Esoteriker – aber (hoffentlich) nicht seelenlos, humorlos und gefühlskalt! - hatte ich allerdings Mühe manche Gedankengänge nachzuvollziehen. Bemerkenswerterweise hat mich aber gerade das Gedicht „An Gott“ besonders beeindruckt Obwohl es von Schwermut getragen ist, gefällt es mir auf eine Art. Hier finden sich sehr tiefe und "schöne" Metaphern für empfundene innere Widersprüche der eigenen Existenz. In diesen Worten lese ich heraus gebündelt Empfindungen von Sinnlosigkeit, Gebrochensein, Schwäche, Unzulänglichkeit, Verlorenheit, Vergeblichkeit, Wurzellosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Resignation, stille Verzweiflung.
Aber in dem Schluss, wenn ich ihn richtig verstehe, auch eine leise Auflehnung? Gott soll nicht nach dem "Warum?" fragen, weil er die Schöpfung doch selbst zu verantworten hat?
Ich hoffe, das Gedicht steht nur für eine Momentaufnahme Deiner Gefühlslage...
Liebe Grüße
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