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Anbei der Originalpresseartikel von Zwickau. Kann sich nun jeder selber ein Bild über Einsatz / Nichteinsatz von Bundesligaspielerinnen machen ................................
BSV Sachsen II erkämpft Aufstieg Thomas Croy, Freie Presse, Lokalredaktion Handball: Zwickau setzt sich in zwei Relegationsspielen gegen SpG Gräfenhainichen/Kühnau knapp durch Gräfenhainichen/Zwickau. Die Aufstiegswelle im Zwickauer Handball hat nach den beiden Vertretungen des SV Chemie und dem ZHC Grubenlampe nun auch die Frauen des BSV Sachsen II eine Etage nach oben befördert. In der Relegation um den letzten freien Platz in der neu geschaffenen Mitteldeutschen Oberliga konnten sich die Muldestädterinnen gegen die SpG BSG Aktivist Gräfenhainichen/SG Kühnau (Sachsen-Anhalt) nach ihrem 25:21 (16:8)-Heimsieg am Sonnabend gestern in Gräfenhainichen eine 24:25 (11:13)-Niederlage leisten.
Eigentlich hätten die BSV-Damen schon vorgestern in der Sporthalle Neuplanitz alles klar machen können. Zwickau begann mit vier Spielerinnen aus dem Kader der ersten Mannschaft: Anna Eber (Mitte-Aufbau), Claudia Stein (Rückraum rechts), Melanie Beckert (Kreis) und Jenny Choinowski (Linksaußen), die nach 63 Sekunden auch das erste Tor erzielte, indem sie am eigenen Kreis den Ball abfing und den Gegenstoß erfolgreich abschloss. Insgesamt sechs Treffer steuerte die 21-Jährige zum Heimsieg bei.
Der Gastgeber machte seine Größennachteile durch Schnelligkeit und bessere Balltechnik wett. Über die Stationen 3:0 (4.), 6:2 (9.) und 9:3 (15.) waren rasch die Weichen gestellt. Als Jenny-Marie Mörstedt drei Minuten nach der Pause zum 18:8 traf, schienen die Messen gelesen. Mit dem beruhigenden 10-Tore-Vorsprung zog jedoch Schlendrian ein: Drei Siebenmeter wurden vergeben, aus den Überzahlsituationen (sechs Zeitstrafen gegen die Gäste) zu wenig Kapital geschlagen. Hinzu kamen sieben Pfosten- und Lattentreffer. Trotzdem blieb der Abstand bis zehn Minuten vor Schluss konstant bei zehn Toren (24:14). Dann lief plötzlich gar nichts mehr zusammen. Mit katastrophalen Fehlern baute der BSV den Gegner auf. Gräfenhainichen/Kühnau holte Tor um Tor auf. Am Ende war das schöne Polster bis auf vier Treffer zusammengeschmolzen. „Ich kann’s nicht erklären“, schüttelte Trainer Michael Thielebein den Kopf. „Es ist mir ein Rätsel. In den 45 Minuten vorher haben wir ja gezeigt, dass es geht. Da haben wir gut gearbeitet, aggressiv gekämpft. Und dann lassen uns in den letzten zehn Minuten noch ein 1:7 einschenken! Das verstehe ich nicht. Wir haben keinen Druck mehr auf den Gegner erzeugt, weder hinten noch vorne. Wir haben zugeguckt, wie die uns über den Haufen rennen.“ Im Angriff wurden Chancen reihenweise leichtsinnig vergeben. Selbst die Spielerinnen aus dem Zweitligakader machten da keine Ausnahme.
Mit etwas mulmigem Gefühl trat man in Gräfenhainichen an, zumal dort der Einsatz von Klister (Haftmittel) verboten ist. Zum Glück hat der Vorsprung gereicht, auch wenn Zwickau phasenweise mit fünf Toren zurücklag (16:21). Die Steigerung hinten heraus wurde belohnt. So ging der Wunsch von Michael Thielebein in Erfüllung: „Ich möchte wenigstens einmal aufsteigen. Nächstes Jahr geht das ja nicht mehr.“ Der Coach der „Zweiten“ soll Co-Trainer der C-Jugend werden.
BSV Sachsen II: Morgenstern, Neßler; Mörstedt (3), Bachmann, Eber (4), Beckert (6/1), C. Stein (6), Häußler (7), Folda (1), Neumann (5/2), Choinowski (11), Stolle, Aßmann (4/1), Böhm (2).
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