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buke 23 + 101 |
Eingetragen am Donnerstag, 20.05.2010 um 08:39 Uhr
Hallo an alle, die mit uns gefiebert haben.Wir sind alle wieder wohlbehalten zurück und haben unsere Autos schweren Herzens in Jordanien zurück gelassen. Der Kopf ist noch voll von vielen Eindrücken und Erlebnissen. Wir werden wahrscheinlich noch lange brauchen, um alles zu verarbeiten. In 10 Tagen durch 10 Länder zu fahren ist schon eindrucksvoll. Nach jeder Grenze spürt man Unterschiede. Ab Ungarn geht es mit der Infrastruktur merklich bergab. Rumänien und Bulgarien sind Jahrzehnte von unserem Standart in Deutschland entfernt. Straßen, die diesen Namen nicht verdienen forderten Schrittgeschwindigkeit über zig Kilometer. Eine Strecke von rund 650km unter diesen Bedingungen zu fahren ist fast unmöglich. In der Türkei dann ein ganz anderes Bild: sehr gut ausgebaute Straßen erlauben Geschwindigkeiten wie bei uns in Deutschland und endlich wieder ein relativ entspanntes Fahren. Dann wieder der absolute Horror nach der Grenze in Syrien: Bahnübergänge, tief wie Ackerfurchen, reißen Löcher in Ölwannen und Fahrer und Beifahrer hängen knallen ans Autodach. Schwellen quer über die Straße erfordern höchste Aufmerksamkeit – Fahren bei Nacht ist fast unmöglich. Es gibt keine Markierungen auf der Straße und die Beschilderung ist sehr sparsam. Zudem ist es unmöglich, die arabischen Beschriftungen zu entschlüsseln. Entfernungsangaben gibt es fast überhaupt nicht. Wir sind froh und dankbar, dass wir das alles ohne Unfall überstanden haben. Wer schon einmal mit 2 oder 3 Autos versucht hat, gemeinsam irgendwo hin zu fahren, kann nachvollziehen was es heißt, mit 4 Autos in Städten wie Burgas am Schwarzen Meer, Istanbul, Ankara oder gar Damaskus zusammen zu bleiben. Wir haben es geschafft. Genau umgekehrt wie der Straßenzustand war die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Wir wurden nie stehen gelassen. Auch wenn die Auskunft manchmal nicht weiterhalf – der ernsthafte Versuch uns zu helfen war immer da. Erlebnisse, wie die Einladung zum Essen durch eine syrische Familie, oder das Angebot bei einem jungen rumänischen Ehepaar im Hinterhof zu campen und die Dusche und Toilette benutzen zu dürfen, haben uns tief beeindruckt. Man stelle sich einmal folgendes vor: ein schöner Sonntag, man ist mit seiner Familie beim Picknick und dann fahren plötzlich 4 dreckige Autos mit Gepäck auf dem Dach vor. Es steigen 8 unrasierte Araber aus und schauen neugierig, was es wohl zu essen gibt. Wer von uns wird in dieser Situation nicht alles zusammenpacken und die Flucht ergreifen?? Die Fahrt durch die Wüste mit dem Wissen, dass 100km rundum nur Sand und Steine sind machten uns ebenfalls nachdenklich. Und doch gibt es Menschen, die hier leben – für uns unvorstellbar. Wir werden jetzt versuchen, tausende Bilder und einige Stunden Film zu sortieren, die besten Bilder und Szenen heraus zu filtern, und daraus eine Art Präsentation zu erstellen. Das wird allerdings noch eine Weile dauern. Schaut doch einfach ab und zu in diese Homepage. Unser Kameramann Georg wird die Galerie erweitern – so wie es seine Zeit zulässt. Das kann früher oder später sein. Aber es kommt was – Inshallah. Das Bild zeigt unsere Autos in den Ruinen von Palmyra, einer antiken Stadt in der syrischen Wüste. An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt: Bild |
herter siggi |
Eingetragen am Montag, 17.05.2010 um 15:07 Uhr
Wenn ich es richtig blicke, habt ihr es geschafft. Die Siegerehrung war ja gestern. Herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich schon auf tolle Geschichten. Ihr wisst ja, wenn einer eine Reise tut der..., und die Stories dürft Ihr getrost orientalisch ausschmücken.Gute Heimreise Siggi P.S. Bei uns ist es saukalt. |
bernd kötzle |
Eingetragen am Freitag, 14.05.2010 um 10:01 Uhr
2.Versuch.. also ma hört nix mehr, ma liest nix mehr... denk des ist das beste Zeichen dass alles wunderbar gefunzt hat!! Gratulationeeee!!!Ab heute steht Euch in "Fachkreisen der Titel:erfahrendster Langstreckenrallyefahrer rond om da Bussa zu!!!!!! Hut ab** |
hermann |
Eingetragen am Dienstag, 11.05.2010 um 19:54 Uhr
Hallo bebbo,hallo alle Rallyeteilnehmer. Herzlichen Glückwunsch zu euren Reise. Der letzte Bericht von buke war sehr spannend und eindrucksvoll. Ich wünsche euch noch einige schöne Tage in Jordanien und eine gute heimreise. Grüsse Hermann |
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buke 23+101 |
Eingetragen am Dienstag, 11.05.2010 um 17:37 Uhr
Hallo zuhaus!Entgegen unserer Befuerchtungen hat der Grenzuebertritt nach Syrien nur 2 Std. gedauert. Es folgte eine wilde Uebernachtung in der Pampa. Entlang des Euphrat folgten wir der „alten Seidenstrasse“. Am Ufer des Euphrat wurden wir von einer arabischen Familie zum Picknick eingeladen, eines der schoensten Erlebnisse unserer Reise. Ueber hunderte Kilometer Wuestenstrasse war unser Ziel das Waisenhaus in Salamiya, wo wir unsere Hilfsgueter (Rollstuhl, Fahrrad, Kleidung, ...) uebergaben. Nach einer weiteren Wuestenetappe ueber 200 km landeten wir in Palmyra, eine der groessten antiken Staedte Syriens. Mitten in den Ruinen schlugen wir unser Lager auf. Unsere Aufgabe, „Kathan“ im „Garten Eden“ zu finden, seinen Turm zu besteigen und seinen Tee zu trinken war eine kleine Herausforderung. Nach einem Blick vom Castell ueber die historischen Staetten gings ab nach Damaskus. Zum richtigen Zeitpunkt eine Tankstelle zu finden, wurde immer spannender. Verkehrsschilder mit der Aufschrift „Iraq“ oder „Baghdad“ machten uns nachdenklich und verdeutlichten uns, wo wir eigentlich waren. Die Lufttemperatur stieg mit jedem Kilometer auf bis zu 38 Grad im Schatten. Klimaanlage … Fehlanzeige. Der Gedanke, unser geplantes Hotel im Zentrum der 15 Mio.-stadt zu finden, war sehr verwegen. Damaskus ist Orient, wie man sich das vorstellt. Verkehrsregeln scheint es keine zu geben! Das wichtigste Teil am Auto ist die Hupe. Man stelle sich einen Flohmarkt in Riedlingen vor: 40 Grad im Schatten, zwischen den Staenden Autos, Mopeds, Fahrraeder, Fussgaenger in allen Richtungen und alles hupt und schreit, und jeder findet sein Ziel. Im „Suk“ findet man alles vom Gewuerz bis zur Waschmaschine … nur den Ausgang nicht. Er ist ein ueberdachtes Labyrinth aus unzaehligen Gassen. In diesem Suk mussten wir das aelteste Hamam von Damaskus finden. Nach einigen Anlaeufen hat es dann auch noch geklappt: wir haben uns mit Ali getroffen und ausfuehrlich ueber die alten Zeiten geplaudert. Seine detailreichen Erinnerungen haben uns ueberrascht. Er hat sich ueber das Heimatbuch und die ueberbrachten Gruesse sehr gefreut. Nach 2 Tagen Grossstadt und keiner Telefonverbindung nach „draussen“ starteten wir zum letzten Teil der Rallye – nach Jordanien. Nachdem die Einreise schon ca. 120 Euro „gekostet“ hat, war die Ausreise aus Syrien für ca. „12“ Euro ein Schnaeppchen. In Jordanien wurden wir von unseren „Fans“ begeistert empfangen. Jetzt hiess es: Platz schaffen im Auto, Wasservorraete auffuellen, tanken und ab in die „richtige“ Wueste. Vor uns lagen 400 km Wueste mit 2 Richtungsaenderungen. Temperaturen um 40 Grad, Sichtweite zum Teil unter 100m, weil ein Sandsturm das ganze noch anspruchsvoller machte (war so nicht vorgesehen!). Dabei hatten wir noch Glueck, denn einige unserer „Konkurrenten“ sind im Sand versunken und mussten bis spaet in der Nacht mit schwerem Geraet befreit werden. Es wurde noch spannender, da unsere Reichweite durch den heftigen Sturm drastisch verkuerzt wurde und unsere Tanks bis auf den letzten Tropfen leer waren. Es war schon laengst Nacht, als wir im Wuestencamp „Wadi Rum“ ankamen. Am Morgen sahen wir erst, in welcher grandiosen Umgebung wir gelandet waren. Bizzarre, bis zu 1500 m hohe Felsen in der flachen Sand- und Steinwueste praegen die Landschaft. Zwischen diesen Felsen liegen riesige Flaechen, hart wie Beton. Jetzt kam richtiges Rennfieber auf! Auf einer Rundstrecke von 8 km Laenge wurde die Zeit genommen. Wendepunkt war ein Felsen. Dazwischen keine erkennbaren Spuren, aber quer laufende Rinnen und Steine – für Fahrer ein Vergnuegen und für Reifen und Fahrwerk eine Tortur. Nach Abgabe der Loesungsbuecher war der offizielle Teil der Rallye Uttenweiler – arabische Wueste erfolgreich beendet. Inzwischen sind wir am suedlichsten Punkt unserer Reise, ca. 10km vor Saudi-Arabien gelandet. Nach 5500 km ueber Landstrassen goennen wir uns und unseren Autos eine Pause und freuen uns auf die Siegerehrung mit der jordanischen Prinzessin, her Highness Princess Basmah. Wenn wir zuhause sind, werden wir die Eindruecke unseres Abenteuers verarbeiten und die Highlights in Form von Bildern zusammenfassen. Wir ueberlegen uns jetzt noch einen Namen fuer unser Kamel und sind fuer Vorschlaege dankbar … Eure Bussakendla |
sabine Wild |
Eingetragen am Dienstag, 11.05.2010 um 09:58 Uhr
Lieber Erich,wir wünschen euch ein gelungenes Ende eurer Rallye, noch gute Erholung in der restl. Zeit (genießt die Sonne) und einen guten Heimflug ohne Aschewolken. Sabine, Thomas, Mathis, Madita und Tamara Wild
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