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Liebe Freunde der Familie Rotzpopelfresser! Am gestrigen Kirtafreitag kam Adelheid Augapfel ganz aufgelöst zu uns und drückte uns einen Brief von Reinhold und Rosalinde aus China in die Hand!!!!!! Da die beiden bisher höchstens einmal in den Urlaub etwas mehr als sechs Stunden mit dem Auto gefahren waren glaubten sie anscheinend, China liegt etwa in der Nähe von Italien und dachten wohl, auch ihr Brief käme schneller an. Jedenfalls trägt die Nachricht das Datum 10.09.2008, d.h. sie haben ihn kurz nach ihrem misteriösen Verschwinden verfasst. Frankiert war der Brief mit einer 55cent-Marke, drum hat es bis letzten Dienstag gedauert, bis er in Adelheids Postkasten lag. Wir wollen euch den Inhalt nicht vorenthalten. Er lautet:
Liebe Adelheid! Auf der Suche nach unserem geliebten Dimitri sind wir nun endlich in China angekommen! Da wir Rolfi vergessen haben, bitten wir dich, ihn aus dem Kinderheim abzuholen und wieder in die Schule zu schicken! Ansonsten fühlen wir uns hier wie im Paradies! Die Leute sind sehr freundlich und irgendwie ist alles genau anders als zu Hause. Alle Leute haben Schlitzaugen, das kommt wahrscheinlich vom Reis und keiner regt sich darüber auf, anders als bei uns wenn man von zuviel Alkohol kleine Augen hat. Zum essen sitzen sie am Boden und wenn man während des Essens nicht rülpst oder pfurzt, wird man gefragt, ob es einem nicht geschmeckt hat! Reinhold rülpst und pfurzt genauso wie daheim und ist deswegen sehr beliebt in der Nachbarschaft, denkt da mal drüber nach, ihr Ignoranten! Außerdem weiß ich jetzt, was mit den leeren Wein- und Schnapsflaschen passiert, die ich immer schön brav in den Container werfe! Die machen hier Nudeln draus, sogenannte „Glasnudeln“. Die frischen Nudeln sind weiß, etwas angebrannte sind braun und vergammelte sind grün, genau wie am Container! Ist das nicht wunderbar? Etwas mehr Sorgen macht mir, was die Chinesen zu den Nudeln dazu essen. Während wir unseren Hunden mit kleinen Plastiktüten nachlaufen und ihre Ausscheidung vom Rasen aufheben aber dafür Schweine essen, verputzen die Chinesen die Hunde! Versehentlich habe ich auch schon mal einen Boxer süß-sauer gegessen, habe dabei gedacht, es wäre Hühnchen, genauso hat es nämlich geschmeckt. Deshalb habe ich auch laut und deutlich gerülpst und gepfurzt weil es sehr lecker war. Jedenfalls habe ich kaum mehr Hoffnung, unseren Dimitri Dodl lebend wieder zu finden. Die einzige Chance ist, das er für die Paralympics in Peking gebraucht wurde, und zwar als Blindenhund mit Deutschkenntnissen für unsere Paralympioniken! Solche wurden nämlich in der Zeitung gesucht! Ich muss jetzt leider Schluss machen, wir sind zum essen bei den Chong Huis von nebenan eingeladen, angeblich gibt es BurgHunder-Braten! Bis bald, deine Rosalinde! P.S. Wie geht’s Rolfi eigentlich?
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