Für Anna

bisher 2524 Besucher


Eintragen


Einträge 1 bis 10 von 16
Musik Download


russ-besucher.de
Eingetragen am Montag, 09.08.2010 um 19:28 Uhr  

Hallo,

Tolle Seite, macht doch bitte weiter so :)

mfg

Anna Mutwill


Eingetragen am Dienstag, 15.01.2008 um 18:22 Uhr  

6 Monate ist es her. Ich kann es nicht fassen. Ich wünschte, ich hätte sie besser gekannt. Ich wünschte, ich hätte die Möglichkeit gehabt, unmittelbar von ihr zu lernen und nicht nur so wie ich es tat - aus der Ferne. Ich weiß, es hätte viel von ihr zu lernen gegeben...

Sylvia Sczepanski geb. Kuich


Eingetragen am Donnerstag, 22.11.2007 um 22:15 Uhr  

Als ich die Nachricht über Annas Tod gelesen habe, war ich schockiert. Vor allem, da ich das erst heute durch Zufall erfahren habe.
Ich gehöre zwar nicht zum Abiturjahrgang 1999, kannte aber Anna bis zur 10. Klasse mehr oder weniger gut. Wir lernten uns 1988 in der Grundschule kennen und wohnten sogar eine Zeit lang mit unseren Eltern im gleichen Mietshaus. Wir waren damals gute Freundinnen und haben einiges zusammen unternommen. Anna war immer gut gelaunt und scherzte gerne. Als sie sich dann für das Gymnasium entschied, stand für mich fest, dass ich mit ihr gehe. Was für mich nicht die richtige Entscheidung war, war das für Anna genau das Richtige. Sie war sehr intelligent.
Erst letztes Jahr haben sich unsere Mütter zufällig getroffen und sich über uns ausgetauscht. Das ist doch gar nicht so lange her... Ich kann es wirklich nicht fassen.
Mein Mitgefühl gilt Ihrer Familie und Ihrem Freund.

Pascal Scherpian

Eingetragen am Dienstag, 07.08.2007 um 15:04 Uhr  

Zweieinhalb Jahre teilten Anna und ich uns ein Büro. Beim Streichholzziehen am Anfang gewann ich, so dass ich mir den besseren Platz mit Blick auf die Tür aussuchen konnte. Ich habe viel Zeit in dem Büro verbracht, die meiste davon gemeinsam mit Anna, jedoch auch viel Zeit alleine. Anna hat immer viel effizienter gearbeitet als ich. Sie zwar auch schon mal länger da, war aber im Großen und Ganzen clever genug, die Arbeit nicht zu weit in ihr Privatleben vordringen zu lassen.
Wir hatten eine tolle Zeit in diesem Büro. Besonders interessant wurde es natürlich immer dann, wenn Anna aufgestanden ist um die Tür zu schließen. Alle, die Anna kennen, können sich sicher vorstellen, wie sie dann loslegte… War die Tür aber dennoch mal offen, schaffe sie es allerdings auch so leise wie nur eben möglich zu sprechen. Das war vielleicht eine der eher unbekannten Fähigkeiten Annas.
Sehr habe ich an ihr bewundert, mit welcher Hingabe sie sich um ihre Studenten gekümmert hat. Wann immer ein auch noch so nerviger und begriffsstutziger Student eine Frage zu einem x-mal durchgekauten Thema hatte, nahm sie sich die Zeit und erklärte es ihm nochmals in Ruhe auf eine ganz praktische und gut zu verstehende Art und Weise. Natürlich regte sie sich nachher genauso ausgiebig über solche Studenten auf, wie sie sich vorher um sie gekümmert hat. Das versteht sich von selbst, oder? (Womit wir wieder beim Schließen der Bürotür wären…) Mit sich selbst war sie in der Beziehung aber auch kein bisschen zimperlich. Ich weiß nicht wie oft ich mir ein „Idiot“ oder „dupa“ anhören musste, dass sie sich aus vollem Herzen selbst an den Kopf geworfen hat, wenn sie mal meinte, dass sie eine Dummheit begangen hatte.
Wir haben uns viel über alles Mögliche Berufliche und Private unterhalten. Auch wenn man hier im Gästebuch an anderer Stelle lesen kann, dass ich nicht für jeden Kram der allerbeste Zuhörer sein soll, so kann ich aber doch behaupten, dass ich bei wirklich wichtigen Dingen meine Ohren nie auf Durchzug stehen hatte. Und das galt sicher auch für Anna. Nicht immer waren wir einer Meinung – das wäre auch öde gewesen – aber wenn es um irgendwelche Probleme ging, waren wir stets ein gutes Team um eine gescheite Lösung zu finden.
Ich vermisse Anna sehr. Sie spielte eine sehr wichtige Rolle für mich und unsere Arbeitsgruppe. Das gilt für die Arbeit, aber besonders auch für all die Dinge, die nicht direkt mit der Arbeit zu tun hatten. Für mich wird es hier nie wieder wie vorher sein.


In meinen Gedanken wirst Du immer hier sein, Anna.

Pascal.


Sven

Eingetragen am Montag, 06.08.2007 um 21:40 Uhr  

Es freut mich und macht mich gleichzeitig unendlich traurig, hier all die fröhlichen Erinnerungen an meine Anna zu lesen.

Wenn es einen Menschen gab, der diesen frühen Tod nicht verdient hatte, dann Anna. Mit Freude hätte ich mir die eigene Aorta und das Herz herausgerissen, um es ihr zu geben.

Ich vermisse sie so sehr! Doch leider ist alles was mir außer Trauer, Schmerz und Verbitterung geblieben ist nur die vage Hoffnung auf ein Wiedersehen irgendwann im Jenseits.

Agnes Gazenti


Eingetragen am Sonntag, 22.07.2007 um 15:39 Uhr  

Anna war die Erste die ich an der Uni Dortmund kennengelernt habe. Sie saß gemeinsam mit Sonja eine Reihe vor mir im Vorkurs Mathematik und schon während der ersten Pause stellten wir uns gegenseitig vor. Nach dieser ersten Begegnung hat es dennoch mehr als vier Jahre gedauert bis wir uns wirklich kennenlernten. Und das war während unserer gemeinsamen Diplomarbeitszeit am Lehrstuhl Thermodynamik. Ich erinnere mich da an diverse Unterhaltungen im Kristallisationsraum in denen ich erfuhr, dass „Grey’s Anatomy“ viel besser ist als „Emergency Room“, dass „Der Schwarm“ von Frank Schätzing ein Buch ist was ich unbedingt gelesen haben muss und dass man Monatslinsen nicht unbedingt nach einem Monat wechseln muss, sondern auch mal zwei Monate tragen kann. Während ihrer Promotionszeit saß sie mit meinem Freund Pascal in einem Büro. Niemand konnte sich so gut mit mir über meinen Freund aufregen wie sie. Darüber, dass er einem nie zuhörte oder dass er nie Neuigkeiten weiter erzählte. Während dieser Zeit wurde sie mir, was die Uni betrifft, zur wichtigsten Informationsquelle. Auf zahlreichen Promotionsfeiern, Grillfesten oder sonstigen Feiern brachte sie mich immer auf dem aktuellsten Stand. Unsere Themen waren in der Regel „wer gerade mit wem“, „wer nicht mehr mit wem“ und alle möglichen „Geschichten über Studenten“.


Ich habe Anna als einen extrem selbstbewussten (Ich erinnere mich da an diverse Diskussionen von Anna mit Professoren zur Zeiten als ich mich noch nicht einmal getraut habe ihnen in die Augen zu schauen) und sehr hilfsbereiten Menschen kennengelernt. Ich werde ihre Herzlichkeit, ihr Lächeln und ihre Geschichten vermissen.


Anna, ich werde Dich vermissen.


Jana


Eingetragen am Samstag, 21.07.2007 um 17:45 Uhr  

Ich bin Jana und war mit Anna zusammen auf der Schule.
Ich kann nicht behaupten, dass ich Sie besonders gut kannte, trotzdem schockiert mich ihr Tod sehr.
Da ich nur drei Jahre auf dem Gymnasium war (zum Abi) kann ich mich an die wenigsten meiner Mitschüler erinnern....anders ist das bei Anna.
Wir waren zusammen im "Theaterkurs"....nannte man das so?? Und Anna spielte die verrückte und leicht dominate Hausmeisterin, die Ihren Mann aber sowas von unter dem Pantoffel hatte. -schwer vorstellbar, ich weiss -Das legendäre "HEEEEEEEENRYYYYYYYYYYY!!!!!!!!!!!" höre ich noch heute, wenn ich an die Proben und die Aufführung zurückdenke!
Wir haben viel gelacht!

Ich erinnere mich an Anna als eine fröhliche junge Frau, die schon immer wusste, was sie wollte. Und so werde ich sie auch immer in Erinnerung behalten.

Mein Beileid an Ihre Familie und allen die ihr nahe standen,
Jana

Kiki

Eingetragen am Samstag, 21.07.2007 um 12:04 Uhr  

Ich bin Kiki (oder in Christiane). Ich habe auch Chemietechnik in Dortmund studiert, ein Jahr nach Anna. Als ich Anna noch nicht so eng kannte, hatte ich vor ihrer manchmal schroffen Art immer etwas Angst. Erst als ich sie immer besser kennenlernte, merkte ich, was für ein netter Mensch dahintersteckt. Ihre Souveränität kann ich nur bewundern, sie hat nie vorgespielt, ein anderer Mensch zu sein. Bei vielen Menschen sind coole Sprüche ein Mittel, um ihre Unsicherheit zu überdecken. Aber Anna wollte nicht cool sein, sie hat einfach gesagt, was sie dachte. Und sie stand zu allem, was sie sagte und tat.
Genau wie Markus fiel mir als erste Geschichte auch die komplizierten Cappuccino-Bestellungen vom APT-Lehrstuhl ein. Mit Haselnussaroma und wenig Milchschaum.

Arthur Susanto


Eingetragen am Donnerstag, 19.07.2007 um 14:06 Uhr  

Ich bin Arthur Susanto. Wie Markus Tylko habe ich auch im selben Lehrstuhl gearbeitet wie Anna.

Anna habe ich während ihrer Diplomarbeit kennengelernt. Zu dieser Zeit musste ich Proteinisotherme in einem kleinen Nebenraum (die Lehrstuhlmitarbeiter nennen diesen Raum spaßeshalber das "SMB-Kabuff") im Labor messen. Im gleichen Raum musste auch Anna am Kristallisator arbeiten. Und da sind wir nun, zwei von der Arbeit unterforderte, völlig gelangweilte Wissenschaftler. Da haben wir dann über alles Mögliche unterhalten: politische Themen, Körpertätowierungen, Filme, Bruce Willis, usw. usw. (*räusper* natürlich ohne Beeinträchtigung unserer wissenschaftlichen Arbeit). Über "Bruce Willis" sind wir uns uneinig, ob er wirklich der beste Schauspieler ist. Aber wir haben schließlich einen Waffenstillstand abgeschlossen, indem wir beide behaupten, dass er zumindest "unterhaltsame" Filme macht.

Die Nachricht von Annas Tod hat mich natürlich sehr überrascht und für eine gewisse Zeit mit Trauer erfüllt. Aber ich hoffe, ihr alle werdet mir zustimmen, wenn ich hier behaupte, dass wir hier über eine offene und lebenslustige Person sprechen, die ihr ganzes Leben lang fröhliche Stimmung in ihrer Umgebung verbreitet hatte. Und so behalte ich sie in Erinnerung. Jedes Mal wenn ich den Namen Anna Kordylla höre, denke ich an unsere lustige "Arbeit" im SMB-Kabuff und ich fange an zu lächeln bzw. leise zu kichern.

Vielen Dank Anna!


Bettina Wälter


Eingetragen am Donnerstag, 19.07.2007 um 13:50 Uhr  

Mit Anna etwas zu unternehmen war immer ein Abenteuer. Insbesondere ihr aufbrausendes Verhalten bei zahlreichen Spiele-Abenden wird einigen von uns sicher immer in Erinnerung bleiben. Mitspieler wurden beschimpft, Karten durch das Wohnzimmer geworfen, wenn es mal nicht so gut lief, und am Ende hat doch meistens Anna gewonnen und bekam von Sven ihr „Siegerküsschen“. Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Ganz besonders war auch ein Spieleabend in der alten Wohnung. Anna und Sven regen sich wieder heftig auf, dass einer dem anderen schlechte Karten gegeben hat. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, eine Verfolgungsjagd durch die Wohnung beginnt bis schließlich Sven die heißgeliebte VDI-Tasse in der Toilette versenken will. Meine Wenigkeit befand sich zu diesem Zeitpunkt schon aus Sicherheitsgründen und von Lachkrämpfen geplagt unter dem Tisch. Die beiden sehen mich da hocken, bekommen ihrerseits einen Lachkrampf und es wird fröhlich weitergespielt.

Ich hatte das Vergnügen die letzten 8 Jahre mit Anna befreundet zu sein und alle Höhen und Tiefen mit ihr zu durchleben. Danke dafür.

Bettina



[1] [2]



Eintragen