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Montag, 26.09.2016 um 10:20 Uhr

Tolle Seite!

Liebe Grüße,
Tim vom Grabstein Kosten Blog http://www.grabstein-kosten.de



 
Donnerstag, 20.08.2015 um 00:01 Uhr

Spendenaufruf: Grabstein für Opfer des Freikorps Lichtschlag



Das Alois-Fulneczek-Haus Bottrop und die DKP Bottrop (Deutsche

Kommunistische Partei) starten gemeinsam eine Spendenaktion. Sie rufen auf, für

einen Grabstein für Alois Fulneczek zu spenden, der am 23.02.1919 vom Freikorps

Lichtschlag im Bottroper Gefängnis ermordet wurde. Der Hobbyhistoriker Sahin

Aydin hat nach langer Forschung das Grab ausfindig machen können, aber es ist

unmarkiert und hat keinen Grabstein. Um die Person des Alois Fulneczek zu ehren

und an ihn zu erinnern, soll nun wenigstens ein Grabstein errichtet werden und

dafür werden Spenden gesammelt.

Sahin Aydin hat zur Person von Alois Fulneczek eine Broschüre veröffentlicht

(siehe unten).

Die Spenden sollen gehen auf das Konto der

DKP Bottrop

Stichwort: Grabstein Alois Fulneczek

Sparkasse Bottrop

IBAN: DE25 4245 1220 0000 0071 12

BIG: WELADED1BOT


für Alois-Fulneczek-Haus Bottrop: Sahin Aydin

für DKP-Bottrop: Jörg Wingold


Anhang:

Über den Bottroper Revolutionär Alois Fulneczek
(1882-1919)


Neue Broschüre von Sahin Aydin
Die reichhaltige Geschichte des revolutionären Flügels der Arbeiterbewegung des
Ruhrgebiets ist bisher sehr unzureichend aufgearbeitet worden. Nun hat Sahin Aydin eine
Broschüre über das Leben des Bottroper Revolutionärs Alois Fulneczek vorgelegt, der am
23.2.1919 von Soldaten des Freikorps Lichtschlag ermordet wurde.
Fulneczek wurde am 29.12.1882 in Pyschcz / Kreis Ratibor geboren. Wie so viele Polen in
Preußen suchte er Arbeit im Ruhrgebiet. Seit 1907 arbeitete der gelernte Maurer als
Bergmann in Bottrop auf der Zeche Prosper und gründete eine Familie. Ob er vor 1918
bereits politisch aktiv war, ist unbekannt.
Wenige Tage nach Beginn der Novemberrevolution bildete sich am 10.11.1918 auch in
Bottrop ein Arbeiter- und Soldatenrat (AS-Rat Bottrop), der zunächst von
sozialdemokratischen Gewerkschaftsbürokraten majorisiert wurde. Unter ihrer Führung
rief der AS-Rat Bottrop zur „Sicherstellung von Ruhe und Ordnung“ und zur „Abwehr vom
bolschewistischen Treiben“ auf. Gemeint war damit die Unabhängige Sozialdemokratische
Partei (USPD), in deren Reihen zunächst auch der Spartakusbund agierte. Außerdem
wurde vom AS-Rat Bottrop eine bürgerliche „Volkswehr“ aus 120 Bewaffneten
geschaffen.

Aydin zeigt die Radikalisierung der Arbeiter auf: Während die USP im ersten AS-Rat nur
ein Mitglied von zwölf stellte, gehörten Mitte Februar 1919 von der USPD drei Mitglieder
und von der nun unabhängigen Kommunistischen Arbeiterpartei (Spartakusbund) zwei
Mitglieder dem Rat an, während die gemäßigten Parteien und Gewerkschaften insgesamt
13 Mitglieder stellten. Zwei weitere Mitglieder des Rates gehörten zur Polenpartei. Die
Zunahme des Radikalismus erschien den Gemäßigten so bedrohlich, dass sie die fünf
USPD- und KAP-Vertreter und die beiden der Polenpartei aus dem AS-Rat Bottrop
ausschlossen. Ziel der Gemäßigten war die Festigung der bürgerlichen Ordnung durch
Gemeinderatswahlen, die dann am 9.3.1919 der SPD sechs, der USPD vier, der
Polenpartei 17, dem katholischen Zentrum 24 Sitze und drei weitere Sitze für andere
bürgerliche Parteien brachten.
Doch unterdessen fand im Ruhrgebiet ein ausgedehnter Streik statt, der vor allem von
den Zechenbelegschaften befolgt wurde. Zwischen dem 16. und 19. Februar kam es in
Bottrop zu Kämpfen zwischen bewaffneten Arbeitern und bürgerlicher Volkswehr, die
besiegt wurde. Auf dem Rathaus wurde die rote Fahne gehisst. Alois Fulneczek hielt vom
Rathausbalkon eine Rede. Gegen die Streikenden und revolutionären Arbeiter wurden
Reichswehrtruppen aus Münster mobilisiert, die am 23.2.1919 in Bottrop
einmarschierten. Fulneczek, der einer der Verhandlungsführer der Arbeiter war, wurde
am gleichen Tag von den Truppen verhaftet und im Rathaus von der Soldateska
ermordet. An seiner Beerdigung nahm eine unüberschaubare Menge von Arbeitern teil.
Es ist Sahin Aydins Verdienst, die Person des revolutionären Arbeiters Alois Fulneczek
dem Vergessen entrissen zu haben.
Peter Berens (Historiker)


An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt: Bild



 
Dienstag, 04.08.2015 um 23:39 Uhr

tach,

ich versuche mal über das gästebuch kontakt aufzunehmen. ich wollte das foto der zeche borth bei mir einbinden.

welche quelle gebe ich an?

ansonsten: endlich mal jemand, der eines der totgeschwiegenen themen angeht.

gruß norbert



Donnerstag, 23.04.2015 um 12:00 Uhr

Hallo und guten Tag,
wenn diese schöne Seite noch gepflegt wird: Der Dortmunder Stadtbezirk Eving mit dem Nordfriedhof und dem Denkmal für die Märzgefallenen wird an mehreren Stellen als Ewing bezeichnet. Das nimmt der Seite einiges von ihrem Wert. Bitte bald korrigieren.
Schöne Güße
Helmut Lierhaus



Freitag, 18.04.2014 um 10:11 Uhr

Ein weiterer Stein, auf dem Velberter Waldfriedhof:


An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt: Bild



Sonntag, 02.12.2012 um 15:36 Uhr

Ich gratuliere zu dieser Seite, die sich eines wichtigen historischen Themas annimmt. In den Bergarbeiterfamilien waren die Erinnerungen an diese Zeit noch bis in die 1970er Jahre lebendig.



Freitag, 21.01.2011 um 15:55 Uhr

gute seite!

es gibt wirklich viel zu wenig zu diesem thema, va wenn man bedenkt, was für seltsame blüten das "wir sind das ruhrgebiet"-tradition-kumpel-"mythos&quo t; trägt...
kennst du "leben ohne chef und staat", von horst stowasser? dort gibts auch ein kapitel (k.6, "6 stunden arbeit") über den ruhraufstand. ist ganz gut geschrieben. vllt findest du da noch weiteres...



Montag, 01.11.2010 um 10:05 Uhr

Schöne Seite! Sehr löblich, dass sich mal jemand dieses Themas annimmt.

Auf dem Duisburger Friedhof am Sternbuschweg gibt es noch einen erhaltenen Stein zum Thema:




An diesen Eintrag wurde folgendes Bild angehängt: Bild



Mittwoch, 27.10.2010 um 19:48 Uhr

Sehr interessante Seite. Hier schliessen sich doch ein paar Verständnisslücken zwischen dem 1sten und 2ten. Freut mich das es so eine Seite gibt. Weiter so! :-)



Montag, 05.04.2010 um 12:01 Uhr

test



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