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Zum Thema: SV Waldhof
Der Blick geht nach Oberhausen
In der Wirtschaft nennt man es "Benchmarking": Benchmarking ist ein systematischer und kontinuiertlicher Prozess des Vergleichens von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen im eigenen Unternehmen. Diese vergleichende Analyse mit einem festgelegten Referenzwert dient zu einer Standortbestimmung und zeigt zielorientierte Maßnahmen auf. Man richtet sich dabei an erfolgreichen Unternehmen aus, überträgt die Ergebnisse dann aber auf die eigene Machbarkeit. Für den SV Waldhof in der jetzigen Verfassung hießen diese Vergleichsmaßstäbe aber nicht Kaiserslautern und schon gar nicht Hoffenheim. Es lohnt sich eher der Blick nach Oberhausen im Ruhrgebiet. Der dortige Traditionsverein RWO stand ein Jahr nach seinem 100-jährigen Jubiläum vor dem Nichts, Sponsorenrückzug und Präsidiumsrücktritte kennzeichnen die Situation, die zwei Abstiege von der 2. bis in die 4.Liga zur Folge hatte. Mit neuem Team, realistischer Zielsetzung, Ehrlichkeit, Offenheit und Kreativität konnten neue Verantwortungsträger uns Sponsoren gewonnen werden und eine Mannschaft zusammenstellt werden, die nach Jahren der Anzockerei und des Söldnertums, aus der eigenen Region rekrutiert wurde und Identität schuf. All dies hatte - einmalig in der Geschichte - postwendend zwei Aufstiege zurück in die 2.Liga zur Folge, wo man sich mit bescheidenen Mitteln (Saisonmotto: "Wir haben alles außer Kohle") achtbar hält. Oberhausen hat im Schatten von vielen Großvereinen bestimmt keine besseren Voraussetzungen als der Waldhof. Ich meine, die neuen Verantwortungsträger des SVW wären gut beraten, sich die "Praxisfallstudie RWO" genau anzusehen.
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