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Aus meinem alten Feuerwehr- Gb
Archiv!
Kamerad Lutz shrieb im Eintrag #
4092 Datum: 2006-08-21 17:05:24 http://www.westyorkjewellers.com/gb
-firefighter.html
Thomas R. Lutz ( trl@gmx.de /
http://www.feuerwehr-lippetal.de) schrieb:
Freiwillig ist alles, was
wir tun ohne Zwang, aber mit
Bewußtsein. (Plotin, 205 - 270, Plotinos,
griechischer Philosoph) Es ist schwer,
Geschehenes zu verarbeiten und in Worte zu fassen.
Wer im Feuer stand, der weiß, dass es lebt,
Nahrung sucht und erbarmungslos tötet. Wer die
letzten Sekunden eines Lebens miterleben muss, der
weiß, daß man hier verloren hat - aber unser
Leben als freiwilliger Feuerwehrmann geht
weiter. Danket unserem Herrn für die gesunde
Rückkehr und möge uns unsere Schutzpatron uns
beschützen. Danke auch für die einfühlsamen
Worte über die Männer, die ehrenvoll für ihre
Gemeinschaft ihrer Bürger stehen. Diese Männer
stehen für das Motto: Gott zur Ehr, dem
Nächsten zur Wehr" Semper paratus - Allzeit
bereit Thomas R. Lutz, Löschzug
Lippborg
Hallo Kamerad
Lutz! Herzlichen Dank für Deinen sehr
hingebungsvollen Eintrag!
Dies könnte ich
und würde ich auch nie als einfacher Bürger
aussagen können, wie Du es hier sehr ergreifend
niedergeschrieben hast!
Danke Dir dafür,
geehrter Kamerad!
Trotzdem versuche ich es
als einfacher Bürger, etwas über Euch
Feuerwehrleute zu schreiben und in Gedichtsform
auszudrücken, was ihr freiwilligen Feuerwehr
Kameraden wegen Eure selbstlosen Verpflichtungen
nicht gerne selber ausdrückt. So versuche ich
über Dinge in Eurem Leben als freiwillige
Feuerwehrleute etwas zu schreiben, worüber ihr
nicht gerne in der Öffentlichkeit
spricht.
Doch sollten auch diese Gedanken
ein wenig mehr in die Öffentlichkeit
kommen, damit sich andere Bürger über Eure
freiwillige Arbeit einige Gedanken machen! Auf
dieser Weise sollten alle Bürger etwas Verständnis
bekommen und auch mehr Respekt für Euch
Feuerwehrleute in Zukunft zeigen.
Grüße
an Dich lieber Kamerad Lutz und alle Deine
Kameraden/innen der FFw LIPPETAL kommen von
eurem Helfer und Feuerwehrdichter Hartmut
Reinsch aus Toronto /
KANADA
PS.> Hier ist ein altes und sehr
schönes, viel aussagendes Gedicht. des
Kreiswehrführers Kals – Kreis
Cottbus-Land, anlässlich der Feuerwehrtagung in
Danzig im November 1934) "Verständnis und die
richtigen Gefühle beim lesen dieses Gedichtes,
können nur richtige Feuerwehrleute
empfinden!" Diese Kameraden haben mir dies vor
vier Jahren (2002) zugeschickt und ich hatte
dies auch schon in meinem Gb eingetragen, damit
mehrere Feuerwehr Kameraden-innen dieses schöne
Gedicht "aus vergangender Zeit" lesen können
!
"Feuerwehr-Vorspruch"
Auf fliegt das Tor und Rufe erschallen: „Die
Spritze hervor!“ Es zuckt in uns allen. Auf
dunklen Wegen bei tiefer Nacht und strömenden
Regen gegen Sturmwindes Macht.
Mit Drängen
geführet. In fester Hand. Ein jeder es spüret,
daß die Nerven gespannt. So geht es dahin.
Einer Furie gleich. In allen der Sinn: Wir
helfen Euch!
Wir stehen Euch bei, in Jammer
und Not. Wir schlagen, will`s Gott Das Feuer zu
Tod. „Geht, sehet den Brand!“ Hui züngeln die
Flammen. Schon stürzet die Wand. Fällt krachend
zusammen.
Die Funken sprühen und jagen
davon. Die Steine glühen. Stickluft zieht
um. Entsetzen und Grausen packt alle
zusammen; Mit Zischen und Brausenziehn weiter
die Flammen.
Und bringen den Tod Dem
Nachbargebäude. „Herr, wende die Not!“
-Aufschrei der Leute. Und das Höllengetönder
knisternden Flammen mischt sich ins Fleh'n
aller die kamen.
Schreckliche
Not, stummes Erbleichen durchbebet den
Ort. Nun löst sich ein Schrei, zitternd vom
Munde, von Reih zu Reih, in der schwersten
Stunde:
„Sie kommt, Sie ist da!“
Verzweiflung weichet. „Die Hilfe ist nah“ -
„Die Hand Euch reichet.“ „Gebt Raum, macht
frei!“ - „Die Schläuche herunter!“ „Die Sauger
herbei!“ - Der Motor läuft schon
munter.
Jetzt zischet der Strahl aus
starken Rohren und löscht überall, wie man's
geschworen. Aber schwer ist der Kampf, Stunden
verrinnen. Schweiß wird zu Dampf. Doch wir
müssen gewinnen.
„Noch näher heran!“ -Glut,
bissiger Rauch schreckt nicht den Mann mit
Maske und Schlauch. Er steht im Feuer, es
weichet dem Strahl. Eine Tat ungeheuer Voll
Schmerzen und Qual.
Man sieht ihn kaum
mehr, Er schwankt aber nicht Und mit „Gott zur
Ehr`“ - Die Flammen er bricht. Der Morgen fängt
an: Das Feuer ist aus. Die Pflicht ist getan,
nun geht es nach Haus.
Zusammengekauert
totmüde und matt, der Körper erschauert, doch
froh ist die Fahrt; gehalten wurde, was heilig
versprochen, nach Wehrmanns Art. Sie nie wird
gebrochen.
Gerüstet steht wieder - man
sieht sich vortrotz müder Glieder die Spritze
im Tor zu neuen Taten zu neuer Ehr. - „D a s -
s i n d - d i e - K a m e r a d e n - d e r - K r
e i s - F e u e r w e h r.“
-
Feuerwehr-Vorspruch (von
Kreiswehrführer Kals – Kreis
Cottbus-Land, anlässlich der Feuerwehrtagung in
Danzig, im November 1934)

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