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darkness


hab keine
Eingetragen am Dienstag, 20.04.2010 um 13:14 Uhr  

Ich bin schon seit mehreren Jahren in Behandlung wegen verschiedener Traumata. Habe dabei gute, wie auch schlechte Erfahrungen gemacht. Angefangen mit einer Traumatherapie habe ich im Zentrum für Psychotraumatologie in Krefeld. Dort habe ich mich anfangs wohl gefühlt und konnte auch ein wenig mich stabilisieren, aber mit dem Chefarzt kam ich gar nicht klar. Heute weiß ich, dass es viele Patienten, die dort waren gibt, die mit ihm nicht klar gekommen sind. Ein halbes Jahr später habe ich bei einer super netten Therapeutin ambulant weiter gemacht. Da ich damals über meine Eltern versichert war, ging das auch ohne Probleme. Als ich die Ausbildung anfing, musste ich mich gesetzlich versichern lassen und die Therapeutin wechseln. Seit dieser Zeit suche ich regelrecht nach einer entsprechenden Therapeutin. Habe in den letzten 2 Jahren, viele schlechte Erfahrungen gemacht, bis auf eine gute. Die Klinik bei mir in der Stadt:

St. Josef Krankenhaus

Neuss

die haben dort eine Traumastation, die für mich sehr gut war. War dort 3 Monate solange war ich bei keiner anderen. Danach musste ich ein halbes Jahr auf einen ambulanten Therapieplatz warten. Habe mittlerweile bei meiner Krankenkasse (Techniker Krankenkasse) einen Antrag auf außervertragliche Psychotherapie gestellt und innerhalb 1 Woche hatten die mir 5 probatorische Sitzungen genehmigt. Nun warte ich auf die Bewilligung der Therapie, was noch ca. 4-6 Wochen dauern kann.

Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich einen Antrag auf Opferentschädigung gestellt beim LVR. Dieser Antrag wurde erst abgelehnt, dann habe ich über den Weißen Ring mir einen Anwalt, der wirklich gut ist, genommen. Der hat dann Widerspruch eingelegt. Die ganze Angelegenheit liegt gerade vor dem Sozialgericht. Das Gericht hat ein nervenärztliches Gutachten angefordert, in dem festgestellt werden soll, ob eine PTBS vorliegt oder nicht.
Die Antwort des Gutachtens kam vor ca. 4 Wochen. Es würde keine PTBS vorliegen. In dem Gutachten wurden Dinge behauptet die nicht stimmen. Jetzt hat mein Anwalt den WR angeschrieben, damit die die Kosten für ein weiteres Gutachten übernehmen, sonst müsste ich selber das bezahlen oder es würde nicht weiterverfolgt werden.
Auf die Antwort vom Weißen Ring warte ich immer noch.

Kommentar von Christina Rößler:
Hallo Darkness

vielen Dank für die offenen Zeilen und den Erfahrungen, die Sie gemacht haben.
Wie ich aus den Zeilen lesen kann, haben Sie gute und schlechte Erfahrungen gemacht, die viele mit Ihnen teilen werden und ich selbst wiedergeben kann. Die grundsaetzlichen Problematiken, die Sie zum Teil in den Kliniken erlebt haben, waeren nach vielen negativen Erfahrungen mit den Chefaerzten zu besprechen und sich dafür Unterstützung innerhalb, gegebenenfalls außerhalb der Klinik zu suchen. Die Problematik in Bezug auf die weiterfuehrenden Therapiekostenzahlungen nach zweijaehrigem Ablauf im ambulanten Bereich, müsste sich grundsaetzlich aendern, was auch eine der Forderungen ist. Ihre viele schlechten Erfahrungen bezeugen, das in diesem Bereich ein großer Handlunsgbedarf besteht, grundlegende Dinge zu aendern. Die Krankenkasse scheint sehr kooperativ zu sein und es klingt gut, was Sie berichten, insofern wuensche ich Ihnen dafür viel Erfolg. Die Angelegenheiten bei den OEG Antraegen sind weitere enorme Huerden, die wir als Betroffene nehmen muessen, deshalb muessen Gutachten gezahlt werden, damit man diese auch privat erstellen lassen kann, als Gegengutachten, insofern ist zu wuenschen, das der WR die Kosten übernimmt. Diese sind in vielen Fällen teuer oder es findet sich kein geeigneter Gutachter im Bereich Psychotraumatolgie. Die Huerdenlaeufe bei diesen Behörden, bis hin zu Widerspruechen und Klagen können weitere Traumen nach sich ziehen. Bei diesen Stellen gibt es nur selten Psychotraumatologie fortgebildete Gutachter, was auch die Problematik darstellt. Diese Aktion soll dazu beitragen, das sich dies in Zukunft aendert.
Sie haben die Diagnose PTBS erhalten und dann wird sie nicht anerkannt, auch ich habe diese Erfahrung machen muessen und so geht der Kampf weiter.

Ich bedanke mich für Ihre Unterstuetzung und den Mut der Veroeffentlichung!

Freundliche Grueße und alles Gute
für Rueckfragen stehe ich gerne zur Verfuegung
Christina Roeßler
Andrea Gottschal


keine
Eingetragen am Donnerstag, 19.11.2009 um 09:55 Uhr  

Das Problem sind die Kosten für eine stationäre Behandlung.

Bisher ist trotz mehrmaligen Widersprüchen alles abgelehnt worden. So schleppt man sich von einer Therapie zur nächsten und muß dann noch darauf achten, das es jedesmal eine andere Form von Therapie ist, sonst muß man immer 2 Jahre vergehen lassen. Auch da müßte sich etwas ändern, die Therapien sollten so lange genehmigt werden wie man sie braucht. Ich mach jetzt seit 2 Jahren wieder eine Therapie und sie endet jetzt, wieder da wo ich sie am meisten bräuchte, um nicht wieder abzusacken. Aber wieder scheitert es an den Kosten. Ich hab niemanden der mich wirklich mal an die Hand nimmt und mit mir den Weg geht, mich in dem was ich tue bestärkt. Außer die Therapeutin, aber die sehe ich nur noch alle paar Wochen. So muß ich den Kampf mit mir selber ausfechten, Tag für Tag. Ich hab auch keine Freunde denen ich mich so anvertrauen könnte, bis jetzt sind alle weggelaufen wenn sie davon gehört haben. Meine Probleme will niemand hören, alle sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Man kommt sich vor als hätte man die Pest am Leib. Noch nicht einmal mit meinen Geschwistern kann ich über damals richtig reden, auch sie sind sich selbst am nächsten. Medikamente hab ich auch schon genommen, mit dem Erfolg extrem abzunehmen. Das richtige war noch nicht dabei und Experimente kann ich mir bei meinem derzeitigen Gewicht und Gesundheitszustand nicht mehr leisten.
Ich finde es müßte noch mehr in der Öffentlichkeit über Vergewaltigungen und ihre Folgen gesprochen werden, denn die Folgen sind am schlimmsten. Und über wirkliche Hilfsmöglichkeiten, das Ganze zu verarbeiten.
lg Andrea




Kommentar von Christina Rößler:
Liebe Andrea

Zunaechst bedanke ich mich fuer die mutigen Zeilen. Texte wie deine/ihre zeigen deutlich auf, wo die Probleme liegen und was geaendert werden muesste. Fast taeglich vernehme ich diese Problematiken die aufzeigen, was noch alles zu tun ist. Das es hier wieder soweit kommen muss, das man bei den stationaeren Therapien erst klagen muss, bevor man einen Platz erhaelt, ist gravierend. Auch die Tatsache, das Therapien solange sie benoetigt werden gezahlt werden müssen, ist eine normalerweise selbstverstaendiche Angelegenheit. Das es immer mehr Vereine gibt, die wie Sand aus dem Meer ragen, ist wichtig und richtig, weil diese die Sorgen und Noete auffangen und helfen koennen, jedoch ist es wie mit den Suppenkuechen. Das eigentliche Problem wird nicht an der Wurzel bekaempft, so wie die tiefen Traumata, die wir, die Betroffenen mit den gesetzlichen Vorgaben, ausserhalb unseres eigentlichen Traumas, tagtaeglich erleben muessen. Das ist das Fatale an der ganzen Geschichte.

Ich wuerde dennoch zu einer Klage raten, da es dann oft zur Bewilligung kommt!Freundliche Gruesse

Christina Roeßler
Anonym


keine
Eingetragen am Montag, 28.09.2009 um 10:14 Uhr  

Da mir aus reiner Bösartigkeit und Zusammenhalt der Ärzte eine Diagnose gestellt wurde, Borderline und Münchhausen, innerhalb 3 Minuten, werde ich seitdem nirgends mehr korrekt behandelt, mich dagegen wehren, hatte bisher keinen Erfolg!!Auslöser war das ich in meinem allerersten Klinikaufenthalt (Neurologie,wegen einem Halswirbelsyndrom) mich beschwerte wegen eines Oberarztes!! Meine Geschichte ist dermaßen Horror, nun schon über 2 Jahre, das sie mich echt krank gemacht hat.
Ich schließe mich dieser Petition an, weil diese Macht der Neurologen usw. Wahnsinn ist !!!



Kommentar von Christina Rößler:
Hallo

Zunaechst verstehe ich diese Wut. Das dies aus reiner Boesartigkeit gemacht wurde glaub ich nicht, denn selbst die Behandler sind an die Vorgaben gehaftet, die man natuerlich aendern muesste und es ist keine Ausrede, genauer hinzusehen, was eben bei Diagnosen einen laengeren Zeitraum braucht. Das natuerlich danach weitere Probleme entstehen koennen, ist in vielen Faellen erkennbar und habe ich selbst jahrelang erlebt. Diese Situationen machen krank und verunsichern den Kontakt gegenueber den Behandlern, die in vielen Faellen versuchen zu helfen. Es muss deshalb auch klare Richtlinien unter Einbeziehung der Patienten geben, um Sicherheit zu geben, damit man nicht ohnmaechtig wird und es zu einem Geben und Nehmen kommt, was viele Behandler noch lernen muessen, aber auch die Patienten. Erst wenn man fuer sich Abstand gewinnt und auch einmal die andere Seite wahrnimmt, kann man manches besser verstehen. In dieser Situation stehe ich gerade persoenlich, aber auch nur deshalb weil mich mit meiner Geschichte, den Diagnosen und meinem jetzigen Studium damit auseinandersetzen kann. Erst so entsteht Sicherheit und Vertrauen und kann sich wehren, wenn etwas schief laeuft! Man sieht die Welt aus anderen Augen!

Jedoch kann man das nicht in der akuten NOT.

Freundliche Gruesse
Christina Roeßler
G.L. aus Köln


www.hab ich keine
Eingetragen am Donnerstag, 17.09.2009 um 22:00 Uhr  

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen,das auch nach über 30 Jahren
ein Missbrauch noch Folgen hat.

Behandlungen konnten nicht erfolgen,da sie nicht irgendwelchen Richtlinien
entsprechen,Aufklärung gleich Null oder mit Absicht falsch diagnostiziert,
damit man mit Krankenkassen abrechnen kann.


Kommentar von Christina Rößler:
Hallo

danke fuer den Eintrag.
Es braucht in jedem Fall zukuenftig bessere Richtlinien in den Behandlungen, was ich mir fuer alle Betroffenen wuensche. Ich denke auch, das dies geschehen wird.

Freundliche Gruesse
Christina Roeßler
Rößler,Christina


www.traumaaufruf.de
Eingetragen am Sonntag, 13.09.2009 um 12:18 Uhr  

Diese Ärztin kann sehr gut mit diesem Thema umgehen.
Es ist wichtig,sich zunächst erst einmal bei einem Hausarzt
gut aufgehoben zu fühlen,die/der mit dem Thema gut
umgehen kann.So ist es auch bei den Behörden,das wenn
Sie dort eine Person haben,der sie vertrauen können,sich
oftmals viele Hürden besser überwinden lassen.
Ein tolles Praxisteam.

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Frau Dr.Coenen de Salazar
Weinbergsweg 1
10119 Berlin

Rößler,Christina


www.traumaaufruf.de
Eingetragen am Donnerstag, 10.09.2009 um 09:23 Uhr  

In einer Behandlung in der Hochschulambulanz Berlin
wurde ich stark retraumatisiert.

1.Keine gründliche Anamnese
2.Keine gründliche Aufklärung
3.Bei der Diagnostik sollten noch vor dem Gespräch schnell Fragebögen ausgefüllt werden,ohne zu wissen,welche das waren
4.Erzählen des Arztes von undurchschaubarem Material
5.Keine Diagnose bekannt gegeben
6.Anforderung der Unterlagen über den Klinikchef

Ich kann hier keine Empfehlung aussprechen!

Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie
Hindenburgdamm 30
D-12200 Berlin

Anonym


www.traumaaufruf.de
Eingetragen am Mittwoch, 09.09.2009 um 08:56 Uhr  

Zahlreiche positive Rückmeldungen konnte ich
von dieser Klinik erhalten.

AMEOS Klinikum Dr. Heines Bremen
Rockwinkeler Landstrasse 110
D-28325 Bremen
Tel. +49 (0)421 4289-0
Fax +49 (0)421 4289-130

Behandlungen von Patienten mit Traumafolgestörungen


Anonym


www.traumaaufruf.de
Eingetragen am Mittwoch, 09.09.2009 um 08:22 Uhr  

Die Behandlung in der Wicker Klinik wurde mir durch eine Betroffene (mit erheblichen Dissoziationen)weiterempfohlen,die gute Erfahrungen während des Klinikaufenthalts gesammelt hat.

Dr. med. Gabriele Fröhlich-Gildhoff
Ärztin für Psychosomatische
Medizin und Psychotherapie
Chefärztin der Abteilung für
Psychotherapie/Psychosomatik
Lehrbeauftragte für Traumatherapie
an der Ev. Fachhochschule Freiburg
Mitglied der Enquetekommission
„Zukunft einer frauengerechten
Gesundheitsversorgung“
in Nordrhein-Westfalen




Rößler ,Christina


www.traumaaufruf.de
Eingetragen am Freitag, 24.04.2009 um 14:05 Uhr  

Herzlich Willkommen

hier kann jeder seine eigenen Erfahrungen in Behandlungen schildern.
Selbstverständlich auch anonym.

Freundliche Grüße
Ihre/Eure
Christina Rößler



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