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Eduard Franke


Eingetragen am Dienstag, 17.09.2013 um 11:13 Uhr  

Hexenjagd a´la „Mollath“ auf Hartz IV Bezieher
Zitat:
"Hexenjagd a´la „Mollath“ oder wie aus einem systematisch in die Enge getriebenen Hartz IV-Empfänger ein pazifistischer, aber ungebrochen resoluter „Rambo“ wurde…

21.08.2013

Ich bin als Rechtsanwalt vorwiegend mit sozialrechtlichen Mandaten im Bereich der Grundsicherung (Leistungen nach dem SGB II - "Hartz IV") befasst und trete auch am Sozialgericht Ko. (Rheinland-Pfalz) auf. Dort und bei den lokal zuständigen anderen Stellen (Jobcenter, Kreis, Landrat) habe ich wiederholt skandalöse Zustände erlebt und kann/muss leider von einzigartiger Willkür, Schikane und fortgesetzter Beschneidung von Rechten sowie von einer „Hexenjagd“ gegen meinen Mandanten berichten.

Mein Mandant X. wird von mir dort in diversen sozialrechtlichen Angelegenheiten gegenüber dem Jobcenter Landkreis M-K. und auch vor dem zuständigen Sozialgericht in Ko. vertreten.

Seit ca. 2 Jahren erlebe ich hierdurch eine einzigartige Willkür mit, ein kollusives Zusammenwirken der befassten Stellen sowie ein systematisches Beschneiden von Rechten meines Mandanten, das aktuell schließlich in einer Hetzjagd gegen meinen Mandanten gipfelt.

Noch nicht in einem einzigen Fall jemals gab es – von diesem einen zuständigen Sozialrichter maßgeblich beeinflusst – in den letzten fast 2 Jahren auch nur eine teilweise positive Sachentscheidung, was angesichts des diesseits substantiierten Vortrags einzigartig sein dürfte.

Mein Mandant wird als Querulant abgestempelt, obwohl er sich nur wehrt, also seine grundlegendsten Existenzrechte geltend macht - leider bisher ohne Erfolg: Seine Bewerbungskosten werden nicht erstattet, ständige Sanktionsversuche des Jobcenters erfolgen, die Kosten der Unterkunft werden – trotz vorher vom Jobcenter anerkannter Angemessenheit - einfach gekürzt, was der befasste Sozialrichter alles mitmacht. Durch seine Gegenwehr ist mein Mandant den öffentlichen Stellen zuwider/lästig geworden und soll nunmehr endlich ausgebremst, „mundtot“ gemacht werden.

Das sollte durch Provokationen des Sachbearbeiters anlässlich eines sogenannten Meldetermins beim Jobcenter geschehen, als man dort im März dieses Jahres meinen „ausgehungerten“ und in die Enge getriebenen Mandanten so lange und soweit reizte, dass er sich zu unvorteilhaften, aber harmlosen Äußerungen hinreißen ließ, die vom Jobcenter nachträglich jedoch zu einer „Bedrohung“ hochstilisiert wurden und mein Mandant dementsprechend als „gemeingefährlich“ dargestellt wurde. Jetzt ging seitens des Jobcenters alles sehr schnell: Der Landrat sprach ein Hausverbot gegen meinen Mandanten aus, erstattete Strafanzeige wegen „Bedrohung“ und wollte bzw. will meinen Mandanten zwangspsychiatrisch unterbringen lassen.

Hierzu erschien direkt am nächsten Tag eine Behördeneskorte mit Amtsarzt und Polizei vor der Wohnung meines Mandanten, um ihn herauszulocken und zu provozieren – was „leider“ misslang. Aber das Strafverfahren läuft, die auch willfährige Strafjustiz vor Ort hat sich vorverurteilend überhaupt zur Durchführung einer Hauptverhandlung leicht „überreden“ lassen. Die wegen der „Gefährlichkeit“ meines Mandanten durchzuführende Hauptverhandlung wird deshalb sehr „zeitnah“, nämlich erst Ende des Jahres, stattfinden.

Wegen der „Gefährlichkeit“ meines Mandanten ergehen seit einigen Wochen – so aktuell – nunmehr auch wieder Einladungen des „bedrohten“ Jobcenters an meinen Mandanten, wobei das Jobcenter – hierbei „flexibel“ wie selten – nunmehr durch irgendeinen Sachbearbeiter (Man fragt sich: Wer ist eigentlich Inhaber des Hausrechts?) hierfür extra „Ausnahmen“ vom Hausverbot macht. – Der eine staunt, der andere wundert sich.

Meinem durch die genannten Vorfälle und durch die chronische Zermürbung des Jobcenters sowie des sich Hände reibenden Sozialrichters nachweislich psycho-somatisch krank gemachten Mandanten ist eine weitere Konfrontation mit dem Jobcenter wegen des schwebende Strafverfahrens und wegen der Gesamtumstände derzeit und solange nachvollziehbar nicht zumutbar.

Die eingeleiteten Eilrechtsschutzverfahren gegen bisher drei der genannten neuen Einladungen beim Jobcenter hat der Sozialrichter „ausgesessen“, also nicht entschieden. Schließlich sind sich ja alle beteiligten öffentlichen Stellen einig, dass mein Mandant endlich zwangsweise psychiatrisch untergebracht werden soll – und das möglichst bald.

Also lauert man meinem Mandanten weiter auf, lädt ihn immer wieder, bis er wegen verhängter Sanktionen endlich ausgehungert irgendwann schwach werden wird…Aber nein, der Kampf gegen die damit verbundene schikanöse und willkürliche Behandlung meines Mandanten geht weiter – aktuell mit allen rechtlichen Mitteln, denn einen zweiten Fall „Mollath“ wird es hier nicht geben.
(Rechtsanwalt Jens Kadner, Frankfurt am Main)
Zitat Ende
dies zum Thema Zwangseinweisung Ihrer Anfrage.

Eduard Franke


Eingetragen am Mittwoch, 15.05.2013 um 22:14 Uhr  


auf eine Ihrer Anfrage schreibt die Verwaltung:


Ferner haben die Bürger entsprechend dem im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz
Anspruch, dass die Behörde die Fälle gleich behandelt.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Werner

und das gilt auch für Heilbronn ?

ich lache mich noch kaputt

Schneider


Eingetragen am Dienstag, 22.01.2013 um 11:39 Uhr  

0924 * Halteverbot bei der Olgakrippe


Hallo,

es ist schon eine Uverschämtheit, was sich die Stadt Heilbronn in Bezug auf das o.g. Problem erlaubt. Ich habe heute meinen 1- jährigen Sohn in die Olgakrippe gebracht und für maximal 5 Minuten auf dem markierten Parkplatz unter Verwendung meiner Parkscheibe geparkt. Der Parkvorgang und das Ausladen meines Kindes wurden von einem unmitelbar in der Umgebungung stehenden Politeur beobachtet. Beim Verlassen der KITA die Überraschung: Ein Strafzettel!
Aus jusristischer Sicht kann man sich nun streiten. Aus moralischer Sicht hingegen kaum. Heilbronn eine kinderfreundliche Stadt? Wobei zu bemerken sei, dass es sich bei der Olgakrippe um eine städtische Kita handelt. Es ist erschreckend festzustellen, dass die Stadt Heilbronn einen solch elemetaren Vorgang, dem Ausladen eines Kleinkindes, offensichtlich als einen Strafbestand sieht. So etwas ist unmoralisch.
Ich hoffe man macht sich bei der Stadt schnellstmöglich Gedanken, wie man sich diesem Missstand hinsichtlich Parkmöglichkeit vor der Olgakrippe in Zukunft begegnet und keinen weiteren Unmut bei den Eltern hervorruft.

Fam. Schneider

Alfred Dagenbach

Eingetragen am Donnerstag, 09.08.2012 um 09:57 Uhr  

"Erschreckender Vorschlag"?
Leserbrief an die Heilbronner Stimme

Der heutige Leserbrief von Doris Dertinger in der Heilbronner Stimme, S. 27, nimmt offensichtlich Bezug auf eine Stellungnahme meines Kollegen Heiko Auchter und zeigt einmal mehr, wie vorsichtig man mit dem Wahrheitsgehalt von Berichten umgehen muß, auch wenn wie in diesem Fall von keiner Absicht ausgegangen werden kann.

Die Heilbronner Stimme schrieb am 26.07.2012 zum Thema
"Sorge um fehlende Erzieherinnen":

"700 Betreuungsplätze für unter Dreijährige in 70 Gruppen stampfte die Stadt Heilbronn binnen kurzer Zeit aus dem Boden. ... "

Dann nahm sie auch Bezug auf die Stellungnahme meines Kollegen Heiko Auchter und schrieb:

"Heiko Auchter von Pro Heilbronn hat einen anderen Vorschlag: arbeitslose Mütter umschulen. ' Die haben wahrscheinlich mehr Ahnung von Kindererziehung als eine kinderlose Erzieherin.' “

Die Ahnung, daß diese Formulierung auf Unverständnis stoßen wird, wurde durch den o.g. Leserbrief bestätigt.
Nicht umsonst legen wir aus schon zu häufig gemachten schlechten Erfahrungen Wert darauf, daß unsere Stellungnahmen im Gemeinderat protokolliert werden.

So hatte die Originalaussage einen ganz anderen Sinn, nämlich die Sorge darum, daß der Bedarf an 'Kindergärtnerinnen' nicht ausreichend gedeckt werden könnte.
Wörtlich erklärte mein Kollege Heiko Auchter dazu:

"... Wir begrüßen in diesem Zusammenhang auch die Bemühungen auf einem zweiten Weg den Bedarf an fehlenden Kindererzieherinnen durch Umschulung von arbeitslosen Frauen, die neben dem Beruf ganze Familien managen, für eine Tätigkeit in Kitas auszugleichen.
Die ideologisch verbreiteten Bedenken tragen wir nicht mit, da eine jahrelange Erfahrung im Erziehen eigener Kinder nach einem entsprechenden Abschluß der Fortbildung mindestens genau so viel Wert ist, wie die Eignung einer kinderlosen Erzieherin. ..."


Nachdem in vielen Bereichen der Zweite Bildungsweg und Fortbildungen mit auf direktem Weg erworbenen Abschlüssen gleichberechtigt anerkannt wird, ist nicht ersichtlich, weshalb Frauen diskriminiert werden sollen, die auf dem Weg der Fortbildung und zusätzlicher erzieherischer Erfahrung mit eigenen Kindern einen Abschluß erreichen.

7.8.2012

Fred Steininger

Eingetragen am Sonntag, 24.07.2011 um 18:14 Uhr  

Stuttgart 21 - ein politisches und wirtschaftliches Drama

Die Befürworter und Gegner überschlagen sich in ihren Argumentationen. Die Gegensätze sind ein einziges Durcheinander. Die Lage ist trotz dem Stresstest von der Schweizer Agentur

sma unübersichtlich. Die Nutzung eines Tunnelbahnhofs sind zu gering, um den Kopfbahnhof zu vernichten. Um den Flughafen Echterdingen mit der Bahn zu erreichen werden zeitmäßig nur 9-12 Minuten eingespart, auch die acht Durchfahrgleise des neuen Tiefbahnhofes überzeugen nicht. Für mich bleibt die Tatsache, der Kopfbahnhof ist für den Verkehr der Bahn national und international ausreichend und mit einigen perfekten Neuerungen die richtige Lösung. Die Strecke über die Alb ist dringend notwendig, um nach Ulm Augsburg und München zu kommen. Stuttgart ist schon untertunnelt mit der ausgezeichneten S-Bahn, hier kommt man genau so schnell zum Flughafen. Genauer gesagt fahren bestimmt über 8o Prozent der Fluggäste mit dem Auto zum Airport. Die Kostenseite des Gesamtprojektes sind im Augenblick auf über 4-5 Milliarden Euro kalkuliert, nach der vorgegebenen Bauzeit von über 8 Jahren wird die Summe voraussichtlich über 10 Milliarden betragen. Die Bahn hat bestimmt andere Sorgen, hier werden auf einigen Strecken veraltetes Personenwagenmaterial eingesetzt. Die Strecken von Heilbronn nach Würzburg, Heilbronn nach Heidelberg-Mannheim sind Oldtimerstrecken, die dringend saniert werden müssen, um den Bahnverkehr der heutigen Zeit anzupassen. Unverständlich ist es auch, dass bis zum heutigen Tage der S-Bahnanschluss nach Stuttgart nicht nach Heilbronn führt sondern in Bietigheim endet. Ein Umdenken in der Sache ist erforderlich, denn unsere Autobahnen in Deutschland stehen kurz vor dem Kollaps, hier ist die Bahn gefordert, den Güterverkehr zu aktualisieren.

Alfred Dagenbach

Eingetragen am Dienstag, 07.06.2011 um 09:44 Uhr  

EHEC

EHEC

Wie das Stochern mit der berühmten Stange im Nebel geht die Suche nach der Quelle für den tödlichen EHEC-Erreger über die Bühne und die EU-Kommission appellierte bereits an Deutschland, sich stärker um die Aufklärung der EHEC-Kontamination zu bemühen. In einer von EU-Gesundheitskommissar John Dalli veröffentlichten Erklärung wies die EU-Kommission ein generelles Produktverbot insbesondere für gewisse spanische Produkte zurück. Deutschland solle sich stärker bemühen, nach der Quelle zu forschen, mahnte der Kommissar. 
Unterdessen gibt es (wieder einmal...) eine neue Spur zur Herkunft des aggressiven Ehec-Erregers. Jetzt sollen "Sprossen", sprich Pflanzenkeimlinge, die Ursache für die Epidemie mit bisher 21 Toten in Deutschland sein. Laut dem niedersächsischen Sprecher des Landesgesundheitsministeriums, Gert Hahne handle es sich um roh in Salaten verzehrte Sprossen. Und Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann (CDU) macht dafür einen Gartenbaubetrieb aus dem Landkreis Uelzen als Quelle für die Infektionen aus. Dieser züchte aus teils aus Fernost geliefertem Saatgut zu Sprossenmischungen für Salate. Das Saatgut wird mit Feuchtigkeit bei 37 Grad C angezogen. Dies wären ideale Bedingungen für Keime aller Art. Eine Bestätigung als Ursache gibt es jedoch dafür so wenig wie in allen anderen Fällen.
Nach wie vor suchen die zuständigen Behörden daher weiterhin fieberhaft nach der Ursache der gefährlichen Ehec-Darminfektionen. Nachdem zuerst Gurken, Tomaten und Salat aus spanischen Herkünften in Verdacht geraten sind, schwimmt man jetzt weiter auf einer Woge der Unwissenheit: Der die Epidemie auslösende Coli-Bakterien-Typ (Escherichia coli) war nicht vom gleichen Stamm, wie sie auf den Gurken gefunden wurden. Coli-Bakterien sind normalerweise Bakterien, die im Darm von Mensch und Tier die Verdauung unterstützen. Über Gemüse und Pflanzen kann Ehec also nur dann übertragen werden, wenn sie zuvor mit Ausscheidungen von Menschen (Latrine) und Tieren (Gülle) behandelt wurden. Ohnehin war es seltsam, daß Gurken und Tomaten mit Gülle berieselt worden sein sollen, die die Keime auf die Früchte übertragen hätte können. So etwas ist nicht nur für alles Gemüse verboten, sondern auch zumindest bei diesen Pflanzen, die am Stab oder einer Spannschnur kultiviert werden, völlig unüblich. Bestenfalls hätte der am Boden wachsende Salat damit übergossen werden können - was aber auch irre gewesen wäre, denn ein derart "behandelter" Salat wird schon aus der daraus folgenden Geruchsbildung unverkäuflich. Letztlich hätte es auch die Möglichkeit gegeben, daß der Boden vor dem Pflanzen mit Gülle gedüngt worden wäre. Dann aber ist es höchst unwahrscheinlich, daß das Bakterium in den Kreislauf der Pflanzen hätte gelangen können, denn die Wasser- und Nährstoffe aufnehmenden feinen Haarwurzeln gesunder Pflanzen sind eine natürlicher Barriere dagegen.
Eine Spur vermutete man bei einem Restaurant in Lübeck, bei dem mehrere Besuchergruppen mit Infektionen bedacht worden sein sollen. Möglich wäre ja ein Koch gewesen, der selbst daran gelitten und so das Bakterium beim Zurichten von Salaten hätte übertragen können. Doch auch das wäre eine seltsame Ursprungsquelle, denn die Mitarbeiter des Lokals sind allesamt nach wie vor gesund - oder schon resistent?
In Verdacht geraten sind unterdessen auch Biogasanlagen gekommen. Der Leiter der Agrar- und Veterinär-Akademie aus dem münsterländischen Horstmar, Ernst-Günther Hellwig, postulierte die Theorie, daß es möglich sei, daß die EHEC-Erreger aus Biogasanlagen kommen. Temperaturen von über 70 Grad töten die Bakterien in thermophil betriebenen Anlagen aber ab.
Der Gießener Veterinärwissenschaftler Georg Baljer hält daher die Biogasanlagen-Hypothese dagegen für wenig wahrscheinlich. Er vermutet die lange Trockenheit im Frühjahr und hält es für möglich, daß in dieser Zeit fäkalverseuchtes Wasser auf die Felder gelangte – und so das Gemüse mit dem gefährlichen Erreger in Kontakt kam. Verseuchtes Wasser sei auch die Ursache einer ähnlichen Epidemie in Schottland gewesen, die im Jahr 2000 grassierte, begründete Baljer seine Vermutung. Vor Jahren flog in Portugal das Bewässern einer Erdbeerplantage mit Abwasser aus einer Kläranlage auf. Man darf raten, wer die meisten dieser Erdbeeeren genossen hat.
Der Professor am Universitätsklinikum Halle und Mikrobiologe Alexander Kekulé wiederum meint, daß der gefährliche EHEC-Typus durch den unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika gefördert worden ist. Das könnte in einem Krankenhaus oder bei der Viehzucht passiert sein. Bekannt ist, daß durch den Einsatz von Antibiotika bei Bakterien Resistenzen entwickelt werden. Außerdem können die Coli-Keime im Darm untereinander Gene austauschen, was jetzt auch geschehen sein könnte.
Tatsächlich wird das Bakterium auch in der Gentechnik als Transporteur von Genen in die Zellen benutzt. Allerdings geschieht dies im Labor. Demnach müßte es die Freisetzung eines gezüchteten Bakterienstammes sein, der ein bestimmtes Merkmal auf eine Zellkultur hätte übertragen sollen, was an Hand der Genehmigungs- und Sicherheitsvorgaben ziemlich unwahrscheinlich sein dürfte und - da die Labore den Behörden bekannt sind - längst bekannt geworden wäre.
Bleibt also noch die Variante der illegalen Herstellung des EHEC-Bakteriums und die Spekulation, ob es sich um einen terroristischen Anschlag handelt, wie der Berliner Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow vom Vivantes-Klinikum in die Diskussion bringt. Doch dann wäre sicher längst ein Droh- oder Bekennerschreiben aufgetaucht, denn sonst macht eine solche Aktion kaum einen Sinn.
Nicht fehlen dürfen natürlich auch wieder Verschwörungstheorien, wie sie in raffinierter Weise von einschlägig als Geschäftemacher mit der Angst bekannten Verlagen verbreitet werden. Dort sichert man sich bei der Verbreitung der Halbwahrheiten dadurch ab, daß man hinter die Verdächtigungen ein Fragezeichen setzt und über tatsächliche Vorgänge (wie es ein so "geheimes B-Waffen-Forschungsprojekt der Bundeswehr" sein soll - und es die Autoren trotzdem ganz genau wissen!), einfach berichtet, ohne Fakten zu präsentieren. Alles andere wird dann zum Selbstläufer - vor allem in die Kassen derer, die gutgläubigen Mitbürgern ihre Bücher andrehen.
Weil aber schon der Azubi in Landwirtschaft und Gartenbau lernt, daß das Escherichia coli eines der variantenreichsten Bakteriums ist und auch auf ganz natürliche Weise zu immer neuen Mutationen neigt, dürfte genau das die einfachste Lösung des Rätsels sein: Nämlich daß irgendwer irgendwo dieses Bakterium in seinem Körper "ausgebrütet" hat, dem es aus diesem Grund garnicht selbst schadet, und es unwissentlich weiter gegeben hat. Das passiert in der Historie der Kranheitserreger schon seit Jahrtausende und wird von der Medizin jedes Jahr mehrfach registriert - siehe das alljährliche Beispiel mit den Grippeviren. Aber diese Lösung wäre natürlich nicht so sensationell und vor allem weder auflagensteigernd für die Presse noch umsatzsteigernd für Geschäftemacher mit der Angst.

Alfred Dagenbach

Eingetragen am Dienstag, 24.05.2011 um 10:17 Uhr  

Zum Fall "Wilhelm-Hofmann-Schule"

Auf die Berichterstattung über die Umbenennung der "Wilhelm-Hofmann-Schule" in der Heilbronner Stimme habe ich an die Berichterstatterin mit folgendem Schreiben reagiert:

(Anrede) anbei sende ich Ihnen unsere Pressemitteilung und meine Stellungnahme zum Fall "Wilhelm Hofmann" zu Ihrer Kenntnis.
Leider enthält Ihr Bericht wieder einmal nur das Hörensagen.
Beweise für die Behauptungen, auf die Bezug genommen wird, gibt es nicht.
Dem Gemeinderat lag nicht einmal das Gutachten des Herrn Schnabel vor.

Bezüglich Ihrer Anmerkung "Keine Diskussion mehr über den Fall Hofmann. So hatte es des Ältestenrat beschlossen. Einzig Stadtrat Alfred Dagenbach (Pro Heilbronn)hielt sich nicht daran und referierte eine halbe Stunde lang, was er über Hofmann zusammengetragen hat." erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen:

a) Von einem derartigen Beschluß des Ältestenrates ist mir nichts bekannt
b) Der Ältestenrat ist kein Beschlußorgan, er hat (auch dazu) überhaupt nichts zu beschließen.
c) Verhandlungen des Gemeinderates finden auf der Grundlage der Gemeindeordnung statt.

Alles andere wäre ein Verstoß gegen die Gemeindeordnung und entspräche wohl eher den Praktiken vergangener Zeiten.
Dennoch war Ihr Hinweis auf diese nicht nur zu diesem Fall zu beobachtende neuerliche Gepflogenheit nach dem Prinzip der Kungelei hilfreich.
Danke dafür.
(Grußformel)


Alfred Dagenbach

Eingetragen am Samstag, 14.05.2011 um 11:56 Uhr  

Daß deutsche Journalisten gerne austeilen und ihre selbst gepredigte Toleranz nur bis zur Grenze ihres eigenen Horizontes reicht, ist nicht erst seit ihrem Aufheulen gegen das neue ungarische Mediengesetz bekannt. Letzteres soll ja gerade bewirken, daß die Bürger objektiv über das tatsächliche Geschehen und nicht ideologisch gefärbt unterrichtet werden, wie wir Deutschen es spätestens nach dem gelungenen "Marsch durch die Institutionen" der 68er-Generation mit Tendenzberichterstattung und Nachrichtenunterdrückung erleiden müssen. Daß solches auch einmal ins Auge gehen kann, brachte neben anderen der Springer-Verlag mit seinem Flaggschiff "Bild"-Zeitung gegen die Konnkurrenz auf: Der SPIEGEL-Redakteur René Pfister hatte den diesjährigen Henri-Nannen-Preis für die angeblich beste Reportage erhalten. Für sein Stück "Am Stellpult" wurde er vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer ausgezeichnet. Die Jury hatte ihm die Auszeichnung aber wieder aberkannt, weil Pfisters Einstieg in seine Reportage den falschen Eindruck erweckte, er habe CSU-Chef Seehofer mit Märklin-Eisenbahn im Hobbykeller getroffen. Darauf gab es bei - offensichtlich neidischen Kollege - einen Zerriß. "Betrug am Leser", "fragwürdig" und "imaginierter Journalismus", "qualitativ schwach" lautete das Urteil. Im Übrigen scheinen die Ungarn damit recht zufrieden zu sein. Nach jahrzehntelanger Indoktrination mit kommunistischer Propaganda wollen sie nun auch nicht vom westlichem Linksdrall verdummt werden, sondern endlich und objektiv ihre wiedergewonnenen Freiheit genießen. Bild

Alfred Dagenbach

Eingetragen am Samstag, 20.11.2010 um 09:02 Uhr  

Allgemeinwissen und Beschönigungen bei der Beurteilung der Pflege

Zum Artikel Alle Pflegeheime mit "sehr gut" benotet (HSt v. 16.11.2010)

Daß die offiziellen Benotungen von Pflegeheimen über die von den Patienten gespürte und Angehörigen beobachtete Behandlung garnichts aussagen, gehört inzwischen zum Allgemeinwissen und bedarf keiner Beschönigungen. Man sollte sich daher bei den vorsichtigen Formulierungen vom Leiter des Ordnungsamts der Stadt Heilbronn und Vertreter der städtischen Heimaufsicht, Bernd Werner, der weiß, dass das Bewertungssystem unter Experten durchaus umstritten ist, die Mühe machen und versuchen, "zwischen den Zeilen zu lesen".
In der Tat liegen die Defizite zumeist nicht am gewiß nicht leichten Dienst der Pflegekräfte, sondern zuallererst an der die Behandlung begleitenden Bürokratie. Und gerade da sollten sich Sprecher der Krankenkassen und in ihrem Tross der sich jeglicher Ansprache entziehende, aber millionenteure MDK mehr Zurückhaltung bei ihren Beschönigungen auferlegen, sind sie es doch, die darüber entscheiden, welche Pflege und das Martyrium erleichternde Medikamente für die Patienten gewährt werden oder nicht. Wenn vom Arzt für hilfreich angesehehene Medikamente erst verweigert werden, dann doch zu spät genehmigt werden und wenn dann die empfohlene Einweisung in das Hospiz verweigert wird, während der Patient wenige Tage darauf stirbt, dann stimmt im System etwas anderes nicht. Und gleich garnicht stimmt daher, was die bloße Beurteilung der Pflegeheime durch diesen über die Krankenkassen finanzierten MDK hergibt.


Fred Steininger

Eingetragen am Donnerstag, 18.11.2010 um 09:47 Uhr  

Braucht man unbedingt zum jetzigen Zeitpunkt neue Kirchenfenster für die Kilianskirche ?

Zur Zeit läuft die Aktion Menschen in Not von der Zeitung der Heilbronner Stimme. Hier teilen sich die Lebensgeister der Gläubigen. Die derzeitigen Kirchenfenster der Kilianskirche sind bestimmt nicht altersbedingt zum Auswechseln bestimmt. Den Menschen in Not in unmittelbarer Nähe zu sehen und zu helfen ist zum heutigen Zeitpunkt viel wichtiger als Kirchenfenster zu erneuern. Zuerst müssen die Sozialen Belange unserer Gesellschaft in Ordnung gebracht werden und dann kann man auch an die künstlerische Gestaltung von Kirchenfenster denken. Eine Million Euro ist eine Menge Geld für die neuen Fenster in der Kilianskirche, hier kann man in Not geratene Menschen bei der Aktion bestimmt mehr helfen und diese Fenster zu einem späteren Zeitpunkt einbauen. Was den Heilbronnern wahrscheinlich mehr am Herzen liegt ist die Tatsache, dass die Stadtbahn unmittelbar ca. 3- 5 Meter an der Kirche vorbeifährt und auf Jahre hinaus wahrscheinlich am Sandsteinmauerwerk seine Spuren hinterlässt. Meine Meinung, zuerst Not lindern, dann neue Kirchenfenster.



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