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Silke |
Eingetragen am Samstag, 02.07.2011 um 08:15 Uhr
Hallo,warum schreibt man denn so eine provokative Frage in ein Gästebuch? Will man wirklich Auskunft erhalten, erscheinen andere Medien (Telefon, E-mail) sinnvoller. Schaut man sich die Pferde bei Annette und Lothar an, sieht jeder sofort, dass sie gesund, munter und gut im Futter stehen - und so einen großen Auslauf haben, dass sich auch wenig gearbeitete Pferde durchaus sehr wohl fühlen. Gruß an alle und schönes Wochenende, Silke |
Annette |
Eingetragen am Dienstag, 28.06.2011 um 09:17 Uhr
Hallo,dazu fallen mir viele Erklärungen ein. Aber vorher wüsste ich gerne mal, wer hier reinschreibt und seinen Namen nicht nennen will? Was macht das denn jetzt für einen Sinn? Hallo, bist Du bei uns Einsteller, oder was? Was soll dann diese Geheimnistuerei? Ansonsten kann ich dazu nur sagen: Bei uns bekommen die Pferde etwa alle zwei Stunden Zugang zu Rauhfutter. Zur Zeit heißt das konkret: zweimal am Tag Weidegang für etwa zwei bis drei Stunden, in den Zeiten dazwischen Heulage und/oder Stroh. Das Rauhfutter wird etwa alle zwei Stunden neu vorgelegt, so das meist etwas zum knabbern da ist, manchmal aber auch für ein oder max. zwei Stunden vielleicht nichts mehr da ist. Und das ist auch gut so, denn sonst würden die Pferde völlig verfetten. Wir betreiben schon so einen Aufwand damit, indem wir versuchen eine angemessene Rauh-/ oder Saftfuttermenge kontinuirlich über 24 Stunden verteilt anzubieten, damit das Verdauungssystem der Pferde immer arbeitet. Das kann aber nicht bedeuten, daß die Pferde ununterbrochen Mengen von Futter zur Verfügung haben sollten. Dann würde nämlich mindestens die Hälfte der Einstellerpferde völlig verfetten, weil sie viel zu wenig gearbeitet werden. Ich weiß, daß viele Menschen ihre Pferde aus einem "schlechten Gewissen" oder völliger Unkenntnis heraus überfüttern. Die (Rehe- und andere) Folgen dieser Freizeitpferde-haltungen sind ja überall zu bewundern... Und irgendwie kursiert offensichtlich der Gedanke: " Wenn ich mein Pferd schon nicht genug bewege und beschäftige, muß es wenigstens ununterbrochen fressen, sonst ist das Leben zu langweilig." Da ist insofern etwas Wahres dran, als das die meisten Pferdebestzer sich wahrlich nicht besonders bemühen, etwas gegen die Langeweile bei ihrem Pferd zu tun...Nur liegt die Lösung der Pferdgerechten Haltung und Fütterung nicht im 24- Stunden-Dauerfüttern, sondern im angemessenen Beschäftigen und Bewegen und im angemessenen Füttern. Und angemessen Füttern heißt im Sommer für die meisten Freizeitpferde eben so knapp wie möglich , und so gleichmäßig über 24 Stunden verteilt wie möglich. Und wer jetzt ernsthaft meint und begründen kann, sein Pferd sei bei uns futtermäßig schlecht versorgt, der möge mich doch einfach darauf ansprechen. Und vielleicht selber mal 24 Stunden in der Nähe seines Pferdes verbringen, um das Leben seines Pferdes beurteilen zu können?! Gruß, Annette |
??? |
Eingetragen am Montag, 27.06.2011 um 20:49 Uhr
Hallo Annette, welche Begründung fällt
Dir ein, wenn unsere Pferde nicht ganztägig
mit Futter versorgt werden?
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Annette |
Eingetragen am Mittwoch, 01.06.2011 um 08:55 Uhr
Ja, hoffentlich noch viele Ritte zusammen! Die Eifel wird nie langwelig, ich staune jedes Jahr wieder neu, wie toll es ist. Wie wärs im Juli mit einem dreitägigen Ritt? Vom 15. bis 17. 7. wäre noch ein Platz frei in einer tollen Gruppe von sehr geübten Reitern! Liebe Grüße, Annette |
Silke |
Eingetragen am Dienstag, 31.05.2011 um 16:29 Uhr
Tagesritt 8. Mai:Dies war nun schon der dritte Wanderritt, den Du mich, Annette, und andere sympathische, pferdenarrische Mitreiter durch die traumhaft schöne Eifel führtest. Die Vorfreude war jedesmal riesengroß, und jedesmal topte der Ritt noch die Erwartungshaltung. Auch bei diesem Ritt begeisterte die Eifel an jeder Wegbiegung mit wunderschönen Aussichten oder beruhigender Stille in scheinbar unberührten Wäldern. Auf fleißig ausschreitenden Pferden, die den Reiter auch lange Strecken freundlich bergauf trugen, konnte man unbeschwert den Tag genießen: Die Route war abwechslungsreich und vielseitig, der Ritt - samt Mittagspause für Pferd und Reiter - super organisiert, die Stimmung und das Wetter ausgezeichnet - was will man mehr?! 1000 Dank dafür :-)!!! Und dass die Pferde so trittsicher, vertrauensvoll und entspannt sind, das ist das Ergebnis Deiner Pferdehaltung und Deiner Reiterei, Annette! In diesem Sinne, auf die nächsten Wanderritte (hoffentlich bald)! Silke |
Annette |
Eingetragen am Montag, 16.05.2011 um 09:48 Uhr
Liebe Antje,na, jetzt ist sie ja da, die von mir ersehnte leidenschaftliche Diskussion auf dem Gästebuch! Das finde ich gut, auch wenn bisher nur wir zwei sie bestreiten... Nochmal zu meiner Antwort von Donnerstag: Ich wollte nicht unfreundlich sein, und wenn Du es so empfindest, tut es mir leid. Aber ich wollte meine Meinung, und das was Dein Eintrag bei mir ausgelöst hat, genauso leidenschaftlich loswerden wie Du. Ich wollte Dich damit nicht verletzen, sondern ich wollte mich von Deinen Träumen distanzieren. Das wäre nicht in dieser Ausführlichkeit nötig gewesen, wenn Du ganz deutlich nur von Dir gesprochen hättest. Was mir aber gegen den Strich ging, war der Link zu youtube mit der Überschrift: An alle...die Mutter aller Wanderreiterträume. Ich hoffe Du verstehst, daß ich das nicht so stehen lassen kann. Für mich ist das eben der Alptraum, und ich möchte auf keinen Fall, daß irgendjemand glaubt, bei uns oder mit unseren Wanderritten wollten wir ein solches Klischee bedienen. Und die Erfahrung zeigt mir leider, wie empfänglich Menschen für solche Klischees sind, und viele, viele Anfänger in Sachen Pferdehaltung ganz unkritisch einfach alles nachmachen und -plappern. Das macht die Sache für diejenigen, die Pferde in erster Linie als Pferde mit Pferdebedürfnissen sehen, sehr schwierig. Weißt Du, es ist ja schön, wenn Du Bonanza und den dicken Hoss auf seinem Pferd schon etwas kritischer sehen kannst, aber glaubst Du denn nicht, das es genau solche Bilder und Fernsehserien sind, die den Mißbrauch von Tieren fördern? Gerade über die Cowboy-Phantasien könnte ich mich echt auch noch mehr aufregen. Okay, vielleicht kannst Du schon unterscheiden, was Film und was Realität ist, was Show ist und was artgerecht oder tiergerecht. Aber viele, viele Pferdeinteressierte können das ganz offensichtlich nicht! Und deshalb hasse ich solche Filmchen und solche Klischees, und ich wünschte mir sehr, dass Menschen sich nicht so sehr von Filmen, vom Fernsehen oder von manipulativen Pferde-Veraufsstrategien leiten lassen würden. Und deshalb musste ich Dir "hart an den Karren fahren", wenn Du im Gästebuch meiner homepage so etwas als die Mutter aller Wanderreiterträume bezeichnest. Ich will Dir nicht Deine Träume madig machen oder die Helden Deiner Kindheit nehmen, das steht mir nicht zu, und das ist auch gar nicht mein Interesse. Aber ich muss schon jede Woche Menschen am Telefon oder per mail erklären, daß sie keinen Wanderritt machen können, wenn sie noch nie auch einem Pferd gesessen haben. Ich muss täglich Kraft und Zeit darauf verwenden, zu erklären, daß das was unsere Pferde leisten (und was halbwegs sichere Reiter mit ihnen erleben können) das Ergebnis kleinschrittiger, durchdachter Ausbildung ist. Ja, Du bist inzwischen auf dem Weg, genau das zu verstehen und zu erleben, und Dein eigenes Pferd wird Dir auch noch viel Anlaß dazu geben. Und das ist, finde ich, doch viel, viel wichtiger als der ganze Filmkitsch. (Wir wissen doch alle, wie es den ganzen Flippers in echt ergangen ist, oder das der kleine Onkel nur den Dreh und nicht sein Pferdeleben auf der Veranda verbrachte?) Und nochmal: schwärme davon, soviel Du möchtest! Das ist ja ganz allein Deine Entscheidung. Aber ich will klarmachen dürfen (und das bin ich den uns anvertrauten Pferden schuldig), daß mit dem Reiten bei uns solche Klischees nicht bedient werden! Und die Erfahrung zeigt einfach, daß man das immer wieder ganz deutklich sagen muss! Somit hoffe ich, Du empfindest das alles nicht als unfreundlich sondern als ebenso leidenschaftlich wie Deine Ansichten, Annette |
antje musculus |
Eingetragen am Sonntag, 15.05.2011 um 20:55 Uhr
Liebe Annette,Nachtrag/Outing Damit du nicht nochmal erschrickst über meine ungeahnt kitschigen Abgründe, habe ich mich zu einem Outing in deinem Gästebuch entschlossen. Es ist noch viel schlimmer, als du bisher vermutet hast. Fangen wir an bei meinem Lieblingsgespann aus der Mythologie. Vier Pferde, die den Sonnenwagen ziehen. Jeden Tag! Oder Pipi Langstrumpf, hoch verehrt von mir bis heute, und ihr Pferd "Kleiner Onkel". Die Haltung auf der Veranda kann man nur mit viel gutem Willen als Offenstallhaltung durchgehen lassen. Und wahrscheinlich ist Hoss Cartwright von der Ponderosa schlichtweg zu fett für sein Pferd. Ich liebe ihn trotzdem. Von den anderen Helden meiner Kindheit traue ich mich kaum zu erzählen: Flipper, Lassie, Fury und ganz zu schweigen von der ganzen Menagerie bei Daktari. Meine jahrzehntelange Schwäche für den tschechischen Märchenfilm "Drei Nüsse für Aschenbrödel" kennst du schon. So, jetzt weißt du über meine dunkle Seite Bescheid. Und trotzdem versuche ich respektvoll mit den mir anvertrauten Tieren - und Menschen - umzugehen. Von Jahr zu Jahr gelingt mir dies besser, ohne dafür Feindbilder bemühen zu müssen, weil ich gelernt habe, dass es sich immer lohnt, jedem Tier und jedem Menschen als Individuum zu begegnen und nicht nur als einem Vertreter (s-)einer Art. Antje |
Antje Musculus |
Eingetragen am Freitag, 13.05.2011 um 16:41 Uhr
Liebe Annette,wenn das eine Antwort in irgendeinem Forum gewesen wäre, dann würde mich das nicht so irritieren. Da wir uns aber schon ein bisschen kennengelernt haben, bin ich über deinen Eintrag doch ziemlich erstaunt. Warum nehme ich Reitstunden bei dir und bin begeistert, dass ich kleine Fortschritte mache mit dem Ziel, für mein Pferd eine so gut wie mögliche Reiterin zu sein? Warum steht Casper bei euch im Offenstall ? Warum lese ich und bemühe mich um Verständnis für das Wesen Pferd? Und um diese ganze Motivation weißt du nur zu gut. Wie kommst du nur auf den Gedanken, ich wäre irgendeine durchgeknallte Dauerprinzessin ? Weißt du, Annette, du fragtest, ob wir nach dem schönen Ritt nicht was ins Gästebuch schreiben könnten. Diesem Wunsch wollte ich gerne nachkommen, weil ich einen sehr schönen Tag hatte. Ob einem dieser Text gefällt oder nicht, bleibt einem selbst überlassen. Ich kann beim besten Willen darin jedoch keine Zeile finden, die dich zu einer derartig unfreundlichen Antwort vernlasst haben könnte. Wie kommst du nur dazu derart auszutreten??? Welche Motivation unterstellst du mir da bloß? Ziemlich ratlose Grüße und die wiederholte Beteuerung, dass das einfach ein Dankschreiben war für einen prima Wanderritt. Antje |
Annette |
Eingetragen am Donnerstag, 12.05.2011 um 16:58 Uhr
Hallo Antje,schön, daß Dir der Ritt am Wochenende gefallen hat und gut, daß mein Reitunterricht Deine Balance offensichtlich verbessert hat. Aber von allem anderen, was Du unter dem Stichwort "Wanderreiterträume" schreibst, möchte ich mich ganz weit distanzieren. Wahrscheinlich sollte ich einfach darüber lachen, was Dich antreibt ein Pferd zu "besitzen": Aber mir bleibt das Lachen im Hals stecken. Ich bin ja eigentlich schon daran gewöhnt, daß romantische (oder kitschige) Wunschvorstellungen für viele Menschen tatsächlich die Motivation sind, zu reiten oder ein Pferd zu kaufen. Aber das hier ist ja ungeahnt extrem. Mir tun all die Pferde leid, die für solche Prinzessinnen-, Märchen-, Cowboy- oder sonstige Phantasien angeschafft werden. Denn die Pferd haben ja gar nichts damit zu tun. Pferde sind ihren Besitzern völlig ausgeliefert, sie haben keinerlei Mitspracherecht bezüglich ihrer Haltung, Fütterung und der Art, wie sie geritten werden. Das ist eine riesige Verantwortung für jeden Pferdebesitzer und viele nehmen diese nicht wirklich wahr. Das Ergebnis sind Unmengen Pferde überall in Deutschland, die ein absolut unwürdiges Leben in der Box oder im Winzpaddock fristen, oder die völlig verfettet hinterm Haus rumstehen, oder die herausgeputzt und unter Schmerzen zu Show-Zwecken mißbraucht werden, oder die von nicht denkenden Menschen einfach grottenschlecht geritten und davon krank werden, oder die sonstwie durch merkwürdige und meist kitschige Menschen-Phantasien krank und neurotisch gemacht werden... Und all das, weil Menschen ihre egoistische Bedürfnissbefriedigung ganz selbstverständlich über die naturgegebenen Bedürfnisse der Pferde stellen. Weil Menschen ganz ungeniert Pferde vermenschlichen, verkitschen und benutzen, statt sie als Pferde ernst zu nehmen. Und deshalb machen mich solche kleine-Mädchen-Pferde-Phantasien (genauso wie kleine-Jungen-Pferde-Phantasien) bei Erwachsenen nur noch sauer. Warum träumt Ihr nicht einfach davon, so gut wie möglich reiten zu lernen? Warum träumt Ihr nicht davon, alles über natürliche Pferdebedürfnisse zu lernen und darüber, wie man sie in einer zivilisierten Welt erfüllen kann? Warum träumt Ihr nicht davon, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann der Umgang und das Reiten mit Euch auch für das Pferd eine Bereicherung ist? Ich glaube, jeder Pferdebesitzer sollte sich fragen lassen wie verantwortungsvoll er mit seinem "Besitz" wirklich umgeht. Was bleibt für das Pferd wirklich an Gesundem und Gutem übrig, wenn man all die kitschigen Geschichten, all das Vermenschlichen, all die rosa Satteldecken und all die Show vor den Stallkollegen mal weglässt? Wenn ich dann ehrlich sagen kann, dem Pferd geht es mit mir gut (und bitte nicht im Vergleich zu einer noch schlimmeren Haltung etc!), dann werde ich ganz ohne Show und Kitsch viele Jahre tolle Dinge mit meinem Pferd erleben. Dann brauche ich auch nicht mehr von wunderbarebn Erlebnissen träumen. Dann ist die Gegenwart und die Realität wunderbar. Annette |
Antje Musculus |
Eingetragen am Dienstag, 10.05.2011 um 19:47 Uhr
Für alle Träumer, die irgendwo noch immer drei Nüsse rumliegen haben. Mein Link zur Mutter aller Wanderreiterträume:)Youtube "Drei Nüsse für Aschenbrödel.HD.Orginalformat.Der Ritt" |
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